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Wegverlauf des Altmühltal - Panoramawegs (Bayern)

 

Steckenverlauf

Bemerkungen  und Unterkünfte

1. Etappe: Gunzenhausen Spielberg 12,5 km 220 m  70 m
[Gunzenhausen: Eine Tafel an der Pfarrkirche erinnert daran, dass die Römer in Gunzenhausen ein Kastell zur Sicherung von Altmühlfurten errichteten. Traurige Berühmtheit erhielt der Ort durch ein Judenpogrom bereits im Jahre 1934. Heute ist Gunzenhausen das touristische Zentrum des Fränkischen Seenlandes.]
Gunzenhausen (Stadthalle) 0,0 km
Pflaumfeld 5,5 km  Gnotzheim 3,5 km Spielberg 3,5 km

2. Etappe: Spielberg Treuchtlingen 30,3 km 810 m  950 m
[Schloss Spielberg, beim gleichnamigen Ort,  befindet sich auf einer Bergkuppe des 600 m hohen Hahnenkamms. Das Schloss wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder restauriert. Seit 1982 hat der Künstler Ernst Steinacker hier sein Atelier.]
Spielberg 0,0 km Wolfsbronn (Dorfplatz) 10,0 km Steinerne Rinne 1,0 km
[
Naturschutzgebiet: Ein Waldbach fließt 130 m auf einem durch Kalkablagerungen entstandenen Damm auf einer  Höhe von 1,70 m. In jedem Jahr wächst der Damm um wenige Zentimeter nach oben.]

 
Querung der Landstr. St. 2218 6,0 km    Auernheim 2,0 km  Weiler Freihardt 3,3 km Treuchtlingen 8,0 km

(Von Gunzenhausen 42,8 km)

Die 1. und 2. Etappe
auf dem Altmühltal-Panoramaweg halte ich nicht für so interessant.

Ich empfehle deshalb, die Wanderung mit Etappe 3 (Treuchtlingen) zu beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Etappe:  Treuchtlingen  Solnhofen  15,6 km 530 m 480 m
[Treuchtlingen: Der Sage nach siedelten sich nach dem Limesdurchbruch  233 n. Chr. hier Alamannen an. Sie nannten sich „Dorf des Truhtilo“ und daher könnte Treuchtlingen seinen Namen her haben – diese These ist aber umstritten. Forscher verweisen auf den Wortstamm „tuht“ = Treu, aus dem sich dann der Ortsname Treuchtlingen entwickelt haben könnte.
Erstmals schriftliche Erwähnung 899 als  "Drutelinga".
1806 kommt das ehemalige Fürstentum Brandenburg-Ansbach und damit auch Treuchtlingen vom Königreich Preußen an das Königreich Bayern.]

Treuchtlingen 0,0 km Burgstall Quelle 0,8 km Dietfurt 2,2 km Pappenheim 5,6 km

[Pappenheim wird in der Schenkungsurkunde 802 erstmals erwähnt. Die Burg Pappenheim, die im Mittelalter Burg Kalteneck genannt wurde, ist wahrscheinlich 1140 gegründet worden.
Der gewaltige Bergfried ist 30 m hoch. Die mittelalterlichen Mauern sind 1,5 km lang.

Sie war die Stammburg der Erbmarschälle und Grafen von Pappenheim. Dieses Geschlecht spielte über das gesamte Mittelalter eine bedeutende Rolle im “Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation”, denn die Erbmarschälle hatten eines der bedeutendsten Ämter des Kaiserreiches inne.
Die Burganlage wurde erstmals im 30-jährgen Krieg von den schwedischen Truppen eingenommen und auch zerstört.]

Zimmern 2,8 km  Solnhofen 4,2  km

(Von Gunzenhausen 58,4 km)

 

 

 

 

 

 

 

 

"Daran erkenn‘ ich meine Pappenheimer“
aus dem Drama Wallensteins Tod von Friedrich Schiller.
Wallenstein sagt dies zu einer Abordnung der Pappenheimer Kürassiere. Diese Bemerkung war als Lob gemeint.

4. Etappe: Solnhofen Dollnstein  18,4 km 720 m 789 m
Solnhofen 0,0 km   Felsformation „Zwölf Apostel“ [12 wuchtige Dolomit-Felsen des ehemaligen Jura-Meeres. Das bekannteste Fotomotiv im Altmühltal]   Eßlingen 2,8 km   Betriebsgelände des Maxberg Steinbruchs 1, 8 km
[Der Solnhofer Plattenkalk entstand dadurch, dass sich hier in einer Lagune sich im Meer Stoffe ablagerten. Diese nur wenige Zentimeter starken Platten werden noch heute abgebaut. Verwendungszweck für Boden- und Treppenbelag. Plattenstücke mit interessanten Fossilien können für wenig Euro erworben werden.]
  Mörnsheim 2,1 km   Altendorf 4,2 km
[Gedenkstein  für den Urvogel „Archaeopteryx, der im Solnhofer Plattenkalk 1861 entdeckt wurde.
Der etwa taubengroße Vogel lebte hier vor 150 Millionen Jahren und hatte bereits Federn. Er gilt als Übergangsform zwischen Dinosauriern und Vögeln
.]
 ─ Dollnstein 7,5 km

(Von Gunzenhausen 76,8 km)

 

5. Etappe: Dollnstein  Eichstätt  16 km  410 m 400 m
Dollnstein 0,0 km   Breitenfurt 3,2 km  Obereichstätt 4,8 km Fossiliensteinbruch auf dem Blumenberg  2,7 km
[Vor 150 Millionen Jahren war dieser Berg Teil des Jura-Meeres. Bisher wurden hier schon 800 verschiedene Fossilienarten gefunden. Fossilien-Hobby-Schatzsucher können sich Werkzeuge am Kiosk ausleihen. Öffnungszeiten: Ostern bis Ende Oktober von 10:00 bis 17:00 Uhr.]
   Blumenberg 0,5 km  Wintershof 2,6 km   Eichstätt 2,1 km

[Der Name Eichstätt stammt sicherlich von dem keltischen Namen "Eistedd" für Wohn- , Land- oder Versammlungsstätte. Die Errichtung eines Klosters 741 geht auf den Apostel Bonifatius, den Apostel der Deutschen, zurück. Als erster  Bischof von Eichstätt ernannte er den angelsächsischen Missionar Willibald. Er ist der Schutzheilige der Stadt.  Bei den Renovierungsarbeiten am Eichstätter Dom fand man  Fundamente des ersten Klosters auf fränkischen Boden..
Die als „Hochburg des Katholizismus“ geltende Stadt wurde im 30-jährigen Krieg (1633) von schwedischen Truppen zerstört. Ab dem 17. Jh. lassen die Fürstbischöfe Eichstätt im Stil des Barock wieder aufbauen
.
Die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum mit 4.500 Studenten ist in Eichstätt.
Die Willibaldsburg ist das Wahrzeichen von Eichstätt. Sie war Burg und Residenz der Eichstätter Bischöfe bis 1725. Willibald von Eichstätt galt als „Hausheiliger des Adels“. Heiligsprechung erfolgte 989. ]

(Von Gunzenhausen 92,8 km)

 

6. Etappe: Eichstätt  → Arnsberg 24,9 km 540 550 m
Eichstätt 0,0 km   Landershofen 4,6 km Walting-Pfünz 2,2 km
[Im Ort Pfünz, abseits des Altmühltal-Panoramweges: Das befestigte Römerkastell Vetonianis, ein Militärlager für 380 Fußsoldaten und 120 Reiter. Zerstört wurde das Kastell durch die Alamannen im Jahre 233. Der Wachtturm mit  Wachstube wurde originalgetreu rekonstruiert. ]
 
Mammuthöhle 3,2 km    Walting 2,5 km    Rieshofen 3,0 km Pfalzpaint 3,4 km    Gungolding 2,5 km [Das Naturschutzgebiet Gungoldinger Heide zählt zu den schönsten Wachholderheiden des Altmühltals.] Arnsberg 3,5 km
[Die Arnsberger Leite bietet als Steppenheide ideale  Bedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Ein Naturschutzgebiet mit dem höchsten Schutzstatus.]

(Von Gunzenhausen 117,7 km)

Unterkünfte:

a) direkt am Weg:
Hotel „Zum Raben“
Schlossleite 1
85110 Kipfenberg-Arnsberg
www.zum-raben.de

 

b) Im Schambachtal,
(ca. 2 km abseits vom Weg):
Gasthof - Hotel ZUR LINDE
Bachweg 2
85110 Kipfenberg-Schambach
www.zur-linde-schambachtal.de

7. Etappe: Arnsberg   Unteremmendorf  20,3 km 570 590 m
Arnsberg (Arnsberger Leiter) 0,0 km
Böhming 3,0 km  Limes/Römerwachturm 1,9 km
[Beim heutigen Ort Böhming überquerte der Limes zum 2. Mal die Altmühl. Anstelle der heutigen Kirche stand  ein römisches Kastell, deren Soldaten wahrscheinlich dem von Pfünz unterstellt waren.
V
on Rheinbrohl 548 km bis Hienheim an der Donau verlief die Limes-Grenzbefestigung der Römer mit ihren 900 Wachttürmen und 120 Kastellen (Truppenlager). Der Limes diente als bewachte Zollgrenze für das Römische Imperium und auch als militärisches "Frühwarnsystem". Als militärische Verteidigungslinie war er nicht geeignet. Die Wachttürme hatten untereinander Sichtkontakt. Mit Hilfe von Horn- und Lichtsignalen konnten entlang des Limes Nachrichten weitergegeben werden. Baubeginn war das Jahr 100. Mit dem Einfall der Alamannen 233 n. Chr. ging auch der Limes unter. Der bauliche Verfall des längsten Bodendenkmals in Europa dauerte Jahrhunderte. Die Steine der Kastelle wurden  als Baumaterialien verwendet. Seit Juli 2005 in der Liste der Weltkulturstätten der UNESCO enthalten]
─ Kipfenberg 0,8 km 
Grösdorf  2,6 km    Kinding 5,4 km   Torfelsen
[
Oberhalb von Unteremmendorf: Der natürliche Steinbogen mit einer lichten Breite von 4 m und einer Höhe von 6 m entstand beim Einsturz einer Höhle. Man vermutet, dass das Felsentor den Zugang zu einer Burg bildete, von der heute jedoch keine Mauerreste mehr vorhanden sind.]
   Unteremmendorf

(Von Gunzenhausen 138 km)

 

8. Etappe: Unteremmendorf  →  Beilngries  10,5 km
Unteremmendorf 0,0 km Freizeitzentrum Kratzmühle 2,0 km Pfraundorf 0,3 km    Badanhausen 2,3 km Hirschberg mit Barokschloss Hirschberg 2,7 km 
[Von der alten Burg (1305) sind die beiden Bergfriede, die Burgkapelle und die Ringmauern erhalten.
Nach einem Blitzschlag wurde die Burg 1670 wieder instand gesetzt. Hundert Jahre später erhielt sie ihr barockes Aussehen. Der Schlosshof ist zur Besichtigung freigegeben, die Innenräume nur im Rahmen von festen Besichtigungsterminen.]
   Main-Donau Kanal 2,2 km
[Bereits Karl der Große hatte die Idee, eine schiffbaren Verbindung zwischen Main und Donau zu schaffen. Bei Treuchtlingen ist die “Fossa Carolina“ (Karlsgraben) zu sehen. Der nur noch in Teilen erhaltene Ludwig-Donau-Main-Kanal von 1846 war der 2. Versuch. Der heutige Main-Donau Kanal ist 171 km lang, kostete 2,3 Mrd. Euro  und wurde zwischen 1960 – 1992 gebaut.]
 ─
Beilngries 1,0 km
[I
m Jahre 1007 wurde der Ort erstmals als Bilingriez benannt. Als „Griez“ wird ein sandiges Geröllfeld  bezeichnet und der Name Bilin leitet sich ab von der Sippe der Bilo. Der Ort mit seiner mittelalterlichen Altstadt ist heute  wirtschaftliches Zentrum an der unteren Altmühl.]

(Von Gunzenhausen 148,5 km)

 

9. Etappe: Beilngries  Obereggersberg 24,2 km 580 480 m

(Von Gunzenhausen 172,7 km)

 

10. Etappe: Obereggersberg    Prunn   18,5 km 360 480 m

(Von Gunzenhausen 191,2 km)

 

11. Etappe:  Prunn   Kelheim     18,5 km 420 430 m
Kelheim:
[Die Befreiungshalle auf dem Michelsberg hoch über der Stadt ließ König Ludwig I. von Bayern von 1842-63 in Erinnerung an die Befreiungskriege von 1813-15 errichten. Es ist ein von Friedrich Gärtner entworfener Rundbau mit byzantinischen Zügen. Nach dem Tod Gärtners (1847) baute Leo von Klenze in antik-römischem Stil weiter. Das 45 m hohe Mahnmal weist im Inneren einen riesigen Kuppelsaal mit einer 18fachen Nischenkette unten und einer Säulengalerie oben auf. Vor den Nischen befinden sich insgesamt 34 Siegesgöttinnen aus weißem Marmor, dazwischen 17 aus eroberten Geschützen gegossene Schilder mit den Namen der Schlachten des Befreiungskrieges. Über den Viktorien-Wallküren Tafeln mit Namen deutscher Feldherren, auf dem steinernen Hauptbalken über den Säulen die Namen eroberter Festungen in goldenen Lettern. Von der äußeren Galerie bietet sich ein herrlicher Rundblick auf das Altmühl- und Donautal.]

(Von Gunzenhausen 209,7 km)