erstellt von Felix und Wolfgang - Bilder von der Wandergruppe
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Freitag, 29. Okt 2004. Heidelberg → Brilon „Riech mal! Probier mal! Schau mal! Hör mal! Fühl mal!"
Bis zu 840 m hoch erstreckt sich
die abwechslungsreiche Waldgebirgslandschaft. Die insgesamt 154 km des
Rothaarsteiges verbinden den Ort Brilon im Sauerland über das Wittgensteiner
Land und das Siegerland mit Dillenburg am Fuße des Westerwaldes.
Auf dem Weg nach Brilon-Wald
befanden sich die Wanderkoryphäen Harald, Charly, Wolfgang, Dirk, Torsten,
Roland und Felix.
Öfters wanderte er sogar im Laufe der Tour an der Spitze. Spontan wurde an einem der nächsten Tage beschlossen, ihm für seine exzellente Kraft und Ausdauer den Ehrentitel „ Medveď “ – slowakisch der Bär – zu erteilen. Nach dem Abendessen erzählte uns die Wirtin im Hotel etwas über das Sauerland. Der Name habe nichts zu tun mit dem Wort „sauer“, sondern käme aus dem plattdeutschen Sprachgebrauch, wo es „Suerland“ heiße. Der Ausdruck „suer“ bedeute soviel wie schwierig. Da es im Sauerland 2.711 Berge gebe, werde es auch als Land der tausend Berge bezeichnet. Durch die Region zu wandern, sei also schon anstrengend. Zu erwähnen seien auch Politikerpersönlichkeiten wie Friedrich Merz, Franz Müntefering oder der ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke. Sie stammen alle aus dieser Ecke des Sauerlandes. |
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Samstag, 30. Okt. 2004 Brilon → Hoppern, Ortsteil von Willingen
Weiter ging es zum
Richtplatz. Hier befand sich in früheren Jahrhunderten eine
Gerichtsstätte. Aufhängen am nächsten Baum
Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir den Ortsteil Hoppern von Willingen.
Willingen
(3.751 Einwohner) ist ein
beliebter
Im Hotel „Lehnert“ wurde übernachtet. Der Inhaber war, wie einige Bilder an den Wänden zeigten, in jüngeren Jahren ein guter Skispringer. In dieser Nacht wurde die Uhr von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt. Somit konnten wir alle eine Stunde länger schlafen, was alle sichtlich genossen. |
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Streckenverlauf und Unterkunft
Roland, Hanjo, Wolfgang und Thorsten
Gutsschänke Bruchhausen
Hinweisschild am
Der "Lockruf" von Willingen ist nicht der allerbeste.
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Sonntag, 31. Okt. 2004 Willingen-Hoppern → Winterberg
Bei trockenem Wetter, aber
bedecktem Himmel, führte uns der Weg steil hinauf zum vom Vortag bekannten
Richtplatz. Der Rothaarsteig folgt hier einem alten Grenzweg. Durch
schwere Waldfahrzeuge war er stark verdichtet, so dass das Regenwasser
nicht mehr ablief
Bald kamen wir an dem 843 m ü.
NN höchsten Berg Nordrhein-Westfalens vorbei: Der Langenberg
überragt auch den bekannteren „Kahlen Asten“ bei Winterberg um zwei Meter.
Fünf Kilometer weiter hörte der Wald plötzlich auf und wir s
15 Minuten später erreichten
wir die Kante eines Steinbruchs am Clemensberg. Von einem
Gipfelkreuz aus war durch das düstere Wetter die Fernsicht stark
beeinträchtigt. In dem Steinbruch werden heute noch täglich ca. 3.000 t
Diabas (Grünstein) und Porphyr gewonnen. Beide Gesteinsarten sind
vulkanischen Ursprungs. Diabas eignet sich gut für den Straßenbau und als
Unterbau von Bahndämmen. Im östlichen Teil des Heidegebietes passierten
wir die Hoppeckequelle
und kleine Moore, die Nischen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
darstellen.
Kurz vor Winterberg erreichten
wir dann die Quelle der Ruhr. Sie entspringt in 674 m ü. NN und
fließt 217 km, bevor sie in Duisburg-Ruhrort in den Rhein mündet. Etwa 5
Millionen Menschen werden durch die Ruhr mit Trinkwasser versorgt. |
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Streckenverlauf und Unterkunft
Nach dem Regenfall waren die Wanderwege total verschlammt
Naturschutzgebiet
Neuer
Hagen
Die Kühe würdigen uns keinen Blick
Ruhrquelle |
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Montag, 01. Nov. 2004 Winterberg → Schmallenberg-Schanze Winterberg hat 4.500 Einwohner und ist heilklimatischer Kurort. In der Innenstadt von Winterberg haben viele Häuser ein Schieferdach. Schiefer ist eine Meeresbildung und besteht aus etwa 60 % Quarzsand, 40 % Ton und 0-6 % Kalk. Die Gewinnung des Schiefers erfolgt durch Sprengarbeiten. Die gewonnenen Blöcke werden an Spalttischen in Platten gespalten. Die 5-8 mm starken Platten werden mit einer Gesteinsschere oder einem Dachdeckerhammer bearbeitet, mit drei Löchern versehen und dann mit feuerverzinkten Nägeln oder mit Kupfernägeln auf die Dächer genagelt. Dieses Schieferdach ist absolut dicht und hält mindestens 100 Jahre. Es ist aber teurer als Kunstschiefer aus Eternit.
Der bedeckte Himmel und die
grauen Schieferhäuser ergaben eine eigenartige Atmosphäre an diesem
Morgen, als wir durch den Ort Richtung Kahler Asten wanderten. Überall
Kneipen, Hotels und Textilgeschäfte, Rodelbahnen, Skilifte und eine
Bobbahn. Winterberg lebt vom Wintersport. Holländische Fahnen und
Informationstafeln in holländischer Sprache lassen die zahlreichen
niederländischen Wintersporttouristen den Aufenthalt im Ausland vergessen.
Schnee wird hier ab Mitte November erwartet. An der St.-Georg-Schanze ging
es vorbei zum Halbstundenkreuz. Hier wehrten im Jahre 1639 die
Winterberger Stadtschützen den Angriff der Schweden erfolgreich ab. Zu Fuß
benötigt man von hier aus bis zur Stadtmitte ca. eine halbe Stunde. Früher
sollen bis hierher die Frauen ihre Männer begleitet
Mir scheint, den idealen Umgang mit der Zeit pflegt der Weitwanderer. Er entwickelt ein Gespür für Entwicklung und Veränderung. Auf einem alten, zunächst sehr verschlammten, Handelsweg schritten wir wacker weiter voran. Bald kamen wir an einen 1832 errichteten Bildstock. Er wird heute noch als „Heidenstock“ bezeichnet. Um das Jahr 1000 wurden die hiesigen Dörfer durch die Franken christianisiert. Die heidnischen Sachsen flüchteten in unberührte Gegenden, wo sie ihren Göttern weiterhin Opfer brachten. Ihr Tun wurde verraten und am „Heidenstock“ wurden viele ermordet.
20 % der Waldfläche des
Sauerlandes besteht aus Rotbuchen und 60 % aus Fichten. An diesem
Nachmittag durchquerten wir größere Buchenwälder, die uns ab und zu schöne
Ausblicke über die zahlreichen Berge der Region gewährten. |
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Streckenverlauf und Unterkunft
Kahlen Asten - voll im Nebel
Gasthof Graberhof
Einkehr im Gasthaus |
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Dienstag, 02. Nov. 2004 Schmallenberg-Schanze → Rhein-Weser-Turm Zunächst führte der Weg entlang des Schladebachs leicht talabwärts. Wald, Weg und Wiesen waren nass und feucht. Gelegentlich setzte ganz leichter Nieselregen ein. Ein weiteres Relikt der heidnischen Sachsen – der Altarstein – erschien plötzlich auf der rechten Seite hinter dem aufgestauten Bach. Ein hölzerner Steg führte hinüber. Ähnlich wie beim Heidenstock wurde hier im Geheimen auf dem Steinaltar ein Opfer dargebracht. Ausgesucht dafür wurde ein gesundes Fohlen. Die Drude, eine weise Priesterin, versah den Dienst im wallenden Leinengewand.
Weiter ging es abwärts dem Bach entlang. Nach einer
Wegkreuzung mit e
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Streckenverlauf und Unterkunft
Latrop
Millionenbank - die Talvariante trifft wieder auf den Hauptweg
Gastraum vom Rhein-Weser-Turm
Speisekarte vom |
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Mittwoch, 03. Nov. 2004 Rhein-Weser-Turm → Ginsberg „Bush Wahlsieger über Kerry in den USA, Queen in Berlin“
– so lauteten die
Nachrichten an diesem Morgen. Bei nebligem Wetter, 10° C Tempera
Die Ginsburg soll auch der Ort
sein, an dem Grimms Märchen
Joringe und Joringel sich zugetragen haben soll: Erheblichen Anteil an der schönen Route hatte wieder unser Wanderführer Wolfgang. Meisterlich war wiederum die Auswahl der Hotels, der Tagesstrecken sowie Bahn- und Busverbindungen. Wolfgang, dafür von allen ein herzliches Dankeschön! |
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Streckenverlauf und Unterkunft
Die Wanderboys unterwegs auf dem Rothaarsteig
Dreiherrnstein
Die Ginsburg
Unser Wanderführer |
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Donnerstag, 04. Nov. 2004 Hof Ginsberg → Lützel (Bahnstation)
Bahnfahrt Lützel nach Dillenburg
(Stadtbesichtigung)
Kurz nach acht Uhr wanderten
wir zum 15 Minuten entfernten Bahnhof Lützel. Von dort fuhren wir
über Siegen nach Dillenburg.
In Dillenburg scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Schließfächer am Dillenburger Bahnhof funktionieren nur mit DM-Münzen und das im Jahre 3 nach der "€" Einführung. Deshalb mussten wir unsere Rucksäcke in einem Abstellraum der Bahn unterbringen.
Überragt wird Dillenburg von der Ruine eines ehemaligen Schlosses.
Der Wilhelmsturm, das heutige Wahrzeichen Dillenburgs, steht auf
dem Schlossberg. Unter dem Chorraum der evangelischen Stadtkirche
befinden sich die Gräber des Hauses Nassau-Dillenburg, aus dem das
niederländische Königshaus hervorgegangen ist. Eine einzigartige
Besucherattraktion sind die
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Streckenverlauf und Unterkunft
Links:
Bahnhof
Lützel Rechts:
Wilhelmsturm -
Die Bahn bittet um unser Verständnis!
Fachwerkhäuser in Dillenburg |
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Dienstag, 11.08.2009 Lützel (Bahnhof) 560 m → Lahnquelle
Keine Schutzhütten, aber 10 Wanderwege auf einem Streich Von Heidelberg kommend haben wir nach 5-maligen Umsteigen mit der Bahn um die Mittagszeit den kleinen Ort Lützel erreicht. Das Wetter war genau so wie vor 5 Jahren: Es regnete. Wir wanderten auf einem breiten Forstweg als uns ein älteres Ehepaar entgegenkam: "Haben Sie irgendwo eine Schutzhütte gesehen?" Sie suchten seit einiger Zeit eine Schutzhütte, um sich vor dem Regen unterzustellen. Wir mussten dies verneinen. Schutzhütten sind Mangelware auf dem Rothaarsteig. Das trifft vor allem auf der Strecke zwischen Lützel und Benfe zu. Das ist deshalb verwunderlich, da doch das Rothaargebirge als Regengebiet bekannt ist. Die vielen Quellen auf dem Rothaarsteig zeugen davon.
Je näher wir zur Lahnquelle kamen, desto mehr
Wanderzeichen zierten die Bäume. 10 Zeichen waren keine Ausnahme.
"Nachtleben im Lahnhof findet nur während
der Hirschbrunstzeit statt." Der Weiler Lahnhof besteht aus 2 Bauernhöfen und auch 2 Gaststätten mit Übernachtungsmöglichkeiten. Hier kann man mit den Hühnern schlafen gehen.
Gespannt waren wir auf die Lahnquelle. Waren wir
doch im Frühjahr ein kleines Stück auf dem Rheinsteig bis nach Lahnstein
entlang der Lahn gewandert.
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Streckenverlauf und Unterkunft
Der Stein weist auf die Ederquelle hin.
Mehr Wanderzeichen als Wanderer
Die Lahnquelle bei dem Weiler Lahnhof. |
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Mittwoch, 12.08.2009 Lahnhof-Nord 610 m → Wasserscheide 429 m
Kyrill, "Kleiner Rothaar" und Wasser wie in Lourdes
Es hätte so einfach sein können. Unsere Wirtin hatte uns nicht darauf hingewiesen, und so wanderten wir wieder zurück zum Lahnhof-Nord . Wir umrundeten zwischen Rinderweiden großräumig unser Nachtquartier und kamen etwa 100 m oberhalb des Hotels Lahnhof wieder aus dem Wald heraus.
"Die Strecke vom Lahnhof nach
Wasserscheide ist mit der Umrundung der Gaststätte Lahnhof 26 km und ohne nur
25 km".
"Heute gibt´s keinen Regen!"
prophezeite uns die Wirtin am frühen Morgen. Aber wie es so ist mit den
Vorhersagen, am Nachmittag regnete es aus Kübeln.
Am Heiligenborn-Friedhof beginnt ein
"märchenhafter" Waldpfad, der sich speziell an die "Kleinen" wendet.
"Seit 7 Jahren trinke ich aus der
Ilsequelle und bin noch keinen Tag älter geworden."
Die Ilsequelle zählte im Mittelalter zu den
stark besuchten Heilquellen. Graf Ludwig von Wittgenstein ließ für die
Heilungssuchenden Bäder und an die 40 Hütten bauen. Für die Gebiete rund um
die Quelle waren die "Almosen" der Besucher eine gute Einkommensquelle.
Unser Wanderführer hatte Recht.
Die Forstbesitzer werden es nicht gerne hören,
aber dank dem Orkan Kyrill am 18./19. Januar 2007 hatten wir sehr oft freie
Sicht in die Täler des Rothaargebirges. Vor einigen Jahren wurde an der Tiefenrother Höhe eine Aussichtsplattform gebaut mit den für den Rothaarsteig typischen Liegesitzen.
An der "Kalteiche" 520 m - 134,5 km nach unserem
Beginn in Brilon - teilt sich der Rothaarsteig in eine Dillvariante und
in eine Westerwaldvariante. Beide
Varianten haben als Endziel
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Streckenverlauf und Unterkunft
Kleiner Rothaar
Er hat auch eine eigene Website:
Ilsequelle Klaus probiert aus den bereitgestellten Gläsern das Quellwasser.
Rastplatz Kaffeebuche Von der alten Buche ist nur noch ein Baumstumpf zu sehen
Blick von der Aussichtsplattform der Tiefenrother Höhe
An der Kalteiche Trennung des Rothaarsteiges in eine Dillvariante und in eine Westerwaldvariante |
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Donnerstag, 13.08.2009 Würgendorf OT. Wasserscheide 429 m → Fuchskaute 657 m
Im Land der Windräder und Dörfer ohne Kneipen
Im Westerwald erwartete uns eine ganz andere
Landschaft:
Heute mussten wir mehrere kleine Dörfer durchwandern.
"Nehmt Euch nicht zu viel zum Trinken
und Essen mit", war der Rat unseres Wanderführers Wolfgang.
Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir den ersten
Höhepunkt, die Naturwaldzelle "Großer Stein". Ursprünglich waren
es große Basaltblöcke aus einem Vulkanausbruch vor 20 Mio. Jahren.
Bald
sollten wir ein weiteres Naturdenkmal bei dem Ort Liebenscheid-Weißenberg
erreichen, den "Ketzerstein". Es handelt sich um einen erkalteten
Lavastrom, der eventuell von den Germanen als Opferstein genutzt wurde. Auf
einer Hinweistafel stand, dass das Gestein sehr eisenhaltig
sei und daher eine Kompassnadel beeinflusst würde. Da wir einen Kompass auf
Basis v
Kaum hatten wir den Ketzerstein passiert, sahen wir auch schon die für den
Hohen Westerwald inzwischen so typischen Windkraftanlagen.
Das Unternehmen hat die Prospekte für den großzügigen Ausbau des Hotels
Aber auch jetzt schon kann sich das Konzept für die Gaststätte sehen lassen.
Ferner finden in dieser Scheune: Konzerte, Vorlesungen, Theateraufführungen. Gottesdienste und Im August immer die Hauptversammlungen der Fuhrländer AG statt. Kein Wunder, dass am Abend die Parkplätze rund um die Fuchskaute sehr gut belegt waren. |
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Streckenverlauf und Unterkunft
Neugierig werden wir beobachtet Pferde und Rinder auf einer Weide findet man wenig
Naturwaldzelle
Ketzerstein in der Nähe der Fuchskaute
Windkraftanlagen
Fuchskauten-Scheune |
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Freitag, 14.08.2009 Fuchskaute 657 m → Haiger-Bahnhof Sektfrühstück, "Wilde Weiber" und ein betuchter Spender
Wir sind schon weit gewandert....
Wie am gestrigen Tag wanderten wir im Hohen
Weserbergland durch eine Hügellandschaft mit vielen Wiesen und wenigen
Waldflächen. Auf einem Hinweisschild am Ortsrand von Rabenscheid wurden wir informiert, dass Scheid eine gerodete Fläche innerhalb eines Waldgebiets bedeutet und das Wort Raben im Mittelalter auf die sehr verbreiteten Kolkraben hinweist. Die Kolkraben waren in der Sagenwelt der Germanen die "klugen Vögel" Wotans. Rabenscheid ist somit das "Dorf im Wald der Wotansvögel".
Irgendwo hatten wir innerhalb des Orts eine
Abzweigung des Rothaarsteiges verpasst. Wir kamen zwar an der sehenswerten
Wehrkirche des Ortes vorbei (war leider geschlossen) . Aber im Ortszentrum war
das Wanderzeichen nicht aufzufinden. Erst ein Gemeindearbeiter zeigte
uns, wie wir wieder auf den richtigen Weg gelangen können. Die Gemeinde Langenaubach hatte wohl zu viel Geld in der Gemeindekasse, denn nach den Wildweiberhäuschen ist der Wanderweg mit groben Splitt aufgefüllt. Kein Wunder, dass die Wanderer links und rechts des Splittweges einen neuen Wanderweg "getrampelt" haben.
Das war der Grund, warum wir den Rothaarsteig verließen und auf dem Zubringerweg nach Haiger wanderten.
Ein gut "betuchter" Urlauber - ein Tuchhändler
namens Eduard Schumacher - schenkte der Stadt Haiger eine größere Geldsumme
für den Bau eines Aussichtsturmes auf seinem "Lieblingsplatz". In Haiger sahen wir in einer Zeitung die Schlagzeile: "Ein Wandervergnügen Schönster Laufweg Deutschlands 2009: der Saar-Hunsrück-Steig". Unser Wanderführer hat diesen neuen Wanderweg schon als eins unserer nächsten Ziele ins Auge gefasst. |
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Die dicken Mauern zeigen, dass es sich in Rabenscheid um eine Wehrkirche handelt
Eduardsturm Aussichtsturm oberhalb von Haiger |
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Hinweis:
Der Wanderverlauf auf dem Rothaarsteig ist zu ersehen unter:
http://www.rothaarsteig.de/index.php?id=37 (Kartenausschnitte sind zoombar)