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Kłodzko (Glatz) Einwohner: 29.000
Erstmals wurde der Ort als castellum Kladsko 981 erwähnt. Er liegt am Zusammenfluss der Glatzer Neiße und dem Mühlenbach. Glatz liegt an der Handelsstraße: Prag – Nachod – Glatz – Breslau. Vor allem aus militärischen Gründen wurden Burgen bzw. Festungsanlagen gebaut. Die Altstadt liegt an einem Hang, daher sind die kopfsteingepflasterten Gassen steil. Der Marktplatz ist schräg ansteigend. Wie damals so üblich, wechselte in jedem Jahrhundert die Herrschaft zwischen Böhmen, Österreich und Preußen.
Sehenswertes: a) Unterirdischer Jahrtausendweg. (Podziemna Trasa Turystyczna)
Ein ausgedehnter Wehrtunnel. Die gesamte Altstadt ist
untertunnelt. Insgesamt wurden 40 km in den Fels gegraben Sie dienten als
Lagerraum und auch der Verteidigung. Manche Tunnel erstrecken sich 500 m
vor die Festung. Man konnte bei Artilleriebeschuss einzelne Sektoren in
die Luft sprengen. Diese Minenfelder wurden aber nie ausprobiert.
b)
Der Schlossberg mit der Festung (Twierza
Główna) bietet eine gute Aussicht auf die Stadt und den südlichen Glatzer
Kessel. Sie ist die größte und besterhaltene Festung ihrer Art in Polen.
Die Mauern sind 11 m dick. c) Das Rathaus (Ratusz), gebaut 1887–1890 im Stil Neorenaissance. d) Die Pfarrkirche Maria-Himmelfahrt (Kościół Wniebowzięcia Matki Boskiej) am pl. Kościelny, wurde ab 1390 durch die Prager Bauhütte aus einem Vermächtnis des Prager Erzbischofs Ernst von Pardubitz an der Stelle einer Vorgängerkirche errichtet und 1624–1693 barockisiert. Sie ist die bedeutendste Stätte der Glatzer Kunst und hat eine reiche Innenausstattung. e) Östlich des Rathauses steht der barocke Löwenbrunnen von 1700 mit dem doppelschwänzigen böhmischen Löwen.
f) Die
gotische Brücke des heiligen Jan (Most gotycki na Młynówce)
führt über den Mühlgraben und wurde in den Jahren 1281 bis 1390 erbaut. In der Barockzeit
haben die Bürger der Stadt sie mit
sechs steinernen Figuren geschmückt. |