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Märchen von einem Goldschatz unter der
Hohen Eule im Eulengebirge

 

Unter dem Aussichtspunkt Wielka Sowa (Hohe Eule) im Eulengebirge soll  sich einst ein großer Schatz aus Gold und Edelsteinen befunden haben.

 

Und genau hier an der Hohen Eule soll es auch passiert sein:
Kaufmannstochter Lukierda war in den Bergmann Milocz verliebt. Wie man heute weiß, sind Bergleute in der Regel nicht gerade reich und aus diesem Grund war ihr Vater auch gegen eine Verlobung.

 

Sie wollte hier an der höchsten Erhebung des Eulengebirges ihrem Freund Milocz ihren wertvollen Ring zeigen und nahm ihn deshalb zum besseren Betrachten  vom Finger. Dabei muss sie sich sehr ungeschickt verhalten haben, denn der Ring fiel zu Boden und rutschte in eine tiefe Bergspalte.

 

Zum Glück war ihr Liebhaber Milocz Bergmann, der sich auch sogleich mit seinen Kameraden an das Graben eines Stollens machte.
Natürlich gibt es in jedem Märchen auch einen Bösewicht. Hier heißt er Sladek und soll potthässlich gewesen sein. Er konnte einfach nicht glauben, dass man wegen dem Verlust eines kleinen Rings gleich einen Stollen graben muss.

Er vermutete, dass Milocz ihm etwas verheimliche und er in Wahrheit nach wertvolleren Dingen wie zum Beispiel nach Gold grabe.

 

Es kommt, wie es in Märchen kommen muss:
Der Bösewicht Sladek schlägt den armen Bergmann Milocz nieder und lässt ihn im Stollen einfach liegen. Sicherlich wäre der Bergmann gestorben, hätte ihm nicht ein Waldschrat, der im Fels unterhalb von der Hohen Eule lebt,  geholfen wieder gesund zu werden und auch den verlorenen Ring zu finden.

 

Gemeinsam graben die beiden weiter und finden tatsächlich jede Menge Gold.

Nun konnte auch der Vater von Lukierda nichts mehr gegen die Hochzeit mit einem nunmehr  reichen Bergmann  einwenden.

 

Wenn man nun denkt, man müsste nur an der Hohen Eule im Eulengebirge einen Stollen graben und würde dann unweigerlich Gold finden, dann hat man Pech. Das Goldvorkommen ist seit Langem erschöpft.

 

Die Tourismusindustrie würde sich ebenfalls freuen, könnte der von Milocz und seinen Kameraden gegrabene Stollen dem Publikum gezeigt werden. Aber bisher suchte man den Stolleneingang vergebens.

 

So sind nun einmal Sagen und Märchen.

 

Zum Nachlesen empfehle ich:
 "Der Stollen im Eulengebirge"  von Kornelia Dobkiewiczowa erschienen auch mit deutscher Übersetzung im Verlag:
Nasza Ksiegarnia, Warszawa (Warschau)

 

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