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Wanderung durch Tschechien

  

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Wanderung durch das nordwestliche Böhmen (Egerland)

(1) Von Bad Brambach nach Cheb (Eger)

Unterwegs im Jahre 1916
 aufgezeichnet von Harald, Felix  und Wolfgang 

Sonntag 14.08.

Anreise und Besichtigung von Bad Brambach

 

„Kloßvogt 2015“, Jungbrunnen und Sanatorium der Sowjetarmee

 

Über Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, Marktredwitz erreichten wir planmäßig Cheb (Eger), wo wir uns am Bahnhof mit tschechischen Kronen zum Kurs von 1:26,6  eindeckten.  Mit der Vogtlandbahn  ging es weiter nach Bad Brambach,  dem südlichsten sächsischen Ort  mit knapp 2.000 Einwohnern. Er ist durch seine 6 radonhaltigen  Quellen für Bade-- und Trinkkuren  bekannt.  Ehrentite:l der Kloßvogt von Bad Brambach

Sehr gut untergebracht waren wir im Landhotel  Jungbrunnen, wo uns eine gut bürgerliche vogtländische Küche verwöhnte. Der Wirt wurde dafür mit der Auszeichnung „Kloßvogt 2015“ geehrt.  Spezialität des Hauses sind die „Schwammespalken“ (Eintopf mit Kartoffelstückchen und  Pilzen)

Überrascht waren wir über den ansprechend angelegten Kurpark in Bad Brambach. Im Park trifft man auf mehrere Heilquellen, die bei Rheuma, Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen sollen. In den Jahren 1945 bis 1957 dienten die Kuranlagen des Orts als Sanatorium für sowjetische Offiziere. Aus dem Marmor der ehemaligen  Reichskanzlei in Berlin wurde 1948  im Kurpark ein Quellhaus errichtet.

 

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

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Die Auszeichnung "Kloßvogt 2015"

Montag 15.08.Wanderung:

Vojtanov (Voitersreuth) Františkovy Láznĕ (Franzensbad) 14,6 km

 

Vertriebene Einwohner und blubbernde Quellen

 

Tolles Wetter bei 25 0 C zeichnete sich ab und am Abend hatten wir alle sonnengerötete Gesichter.
Obwohl die Vogtlandbahn die Strecke Plauen/Zwickau nach Marktredwitz Tschechien nur für 40 km durchquert, wechselt an der jeweiligen Grenzstation tschechisches bzw. deutsches Zugpersonal.

 Ruine der Wasserburg in Stary Rybnik (Altenreich)

Unsere heutige Etappe starteten wir in Vojtanov (Voitersreuth) gleich hinter der deutschen Grenze.

In Starý Rýbník (Altenteich) einem kleinen Ort mit einer Wasserburg-Ruine und einem verfallenen Schloss trafen wir eine deutsche Familie aus Niederbayern. Die 86-jährige Frau und ihr gleichaltriger Mann erzählten uns, dass sie bis 1946 hier in diesem Ort gelebt hatten und dann vertrieben wurden. Vom Elternhaus war außer ein paar Steinen nichts mehr vorhanden.

Auch die Eigentümer des Schlosses Altenteich wurden 1946 vertrieben und das Bauwerk macht  heute einen sehr heruntergekommenen Eindruck

Nach rund 7 km erreichten wir das Naturschutzgebiet Soos (steht im Egerländer Dialekt für Moor, Sumpf). Auf hölzernen Bohlen führt ein rund 1,2 km langer Rundweg durch das Sumpf- und Torfmoor-Gelände. Auffallend waren die blubbernden Naturschutzgebiet und Moorlandschaft Soos Kohlendioxid Quellen, die durch Wasser und Schlamm zur Erdoberfläche strömen (Mofetten). Auch große Gebiete waren vegetationslos, da sie aus Kieselgurschichten und kristallinischen Salzen bestanden.
An der Kaiserquelle schmeckte das eisen und schwefelhaltige Wasser erstaunlich gut.
Leider sahen wir von dem angeblichen Tierreichtum, wie z.B. Kranichen, außer ein paar Wasserenten, nichts.

Danach begann eine 6,5 km schattenlose Tour, die nur aus Asphaltwegen bestand und uns wegen  der sengenden Hitze körperlich zu schaffen machte. Wir hätten besser  ein Taxi nehmen sollen.

Von Františkovy Láznĕ (Franzensbad) fuhren wir mit dem Zug an einem gut besuchten Thermalbad nach Cheb (Eger) vorbei, wo wir in der Fußgängerzone im Hotel „Slavie“ Quartier nahmen.

 

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ruine der Wasserburg in  Starý Rýbník (Altenteich)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Steg führt durch die Moorlandschaft Soos

Dienstag 16.08. Wanderung:
Františkovy Láznĕ (Franzensbad) Cheb (Eger)  14,7 km

 

Heimtückischer Mord und Hilfe zum Kinderwunsch

 

Pünktlich erwartete uns um 9:00 Uhr an der Hotelrezeption Elena zur Stadtführung durch Cheb (Eger).
Zunächst ging es durch die breite und belebte Fußgängerzone. Auffallend ist das sich am rechten Rand der Straße befindliche Metallband, auf dem die wichtigsten Jahreszahlen der Stadtgeschichte von Cheb (Eger) auf Tschechisch, Englisch und Deutsch eingraviert sind.

Vor dem großen Marktplatz fällt eine rechteckige, rostfarbene Metallsäule  auf, die sich auf einer Metallscheibe befindet. Vom Tagesbeginn bis zur einbrechenden Dunkelheit dreht sich die Säule kaum sichtbare im Uhrzeigersinn.
Durch die hohen, prächtigen Häuserfassaden auf beiden Seiten sowie die zahllosen Läden, Cafés und Gasthäuser herrscht ein faszinierendes Ambiente.In diesem Haus in Eger wurde Wallenstein durch kaiserliche Truppen ermordet

An der Nordseite des Marktplatzes befindet sich das ehemalige Quartiergebäude des Heerführers der Katholischen Liga, Albrecht von Wallenstein (sein eigentlicher Name war Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein). Er wurde hier in Cheb (Eger) 1634 im 1. Stock auf Befehl des Kaisers heimtückisch ermordet.
Gegenüber befinden sich die nur 1,60 m breite mittelalterliche Krämergasse sowie 11 schiefe und krumme mittelalterliche Handelshäuser (Špaliček = Egerer Stöckl).

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Klosteranlagen der Franziskaner, die Aussichtsterrasse auf den Fluss Eger und die Sankt Niklaskirche.

Cheb (Eger) mit seinen 32.500 Einwohnern verfügt über eine reiche historische Vergangenheit. Der habsburgische Einfluss ist auch heute noch festzustellen. Die Stadt war im Mittelalter reich und mit vielen Privilegien ausgestattet.  Sie liegt an dem Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag.

 

Nach der Stadtführung fuhren wir mit dem Bus in den Kinderwunsch - kein Problem - man muss nur an die richtige Stelle bei diesem Knaben streichelnnahegelegenen Kurort  Františkovy Láznĕ (Franzensbad).
Beeindruckt waren wir von der palmenumsäumten Fußgängerzone. Auf der rechten und linken Seite befinden sich weiße und gelbe 3 bis 5 Sterne-Kurhotels mit Namen wie Hotel “Goethe“, Hotel „Kijev“ oder Hotel „Imperial“ im Habsburger Stil.
Wahrzeichen der Stadt ist ein kleiner, nackter Knabe namens
František (Franzl). Der Legende nach genügt eine Berührung der Füße und in hartnäckigen Fällen des Geschlechtsteils des Knaben, um bei Frauen den Kinderwunsch zu erfüllen. Mittlerweile sind Füße und Penis des Knaben durch die vielen Berührungen blank poliert.

 

Nachdem wir einen herzhaften Schluck Heilwasser aus der Františkuv pramen (Franzensquelle) genossen hatten (schmeckt übrigens nach salzigem Mineralwasser),  marschierten wir auf einem Waldpfad zum See Amerika.

Zahlreiche Ausflügler waren unterwegs. Ein kleiner Zoo und Restaurants laden zum Verweilen ein. Anschließend ging es etwa 8 km auf einem  geteerten Fahrweg weiter.
Goethe stellte die Behauptung auf, dass der Komorní hůeka (Kammerbühl) der jüngste Vulkan Mitteleuropas war. An einem Stolleneingang hat man zu seinen Ehren eine Gedenktafel errichtet: „Goethe – dem Erforscher des Kammerbühls 1808-1822“.

Einkehren konnten wir schließlich im Pferdegestüt,Blick auf den Stausee Skalka Restaurant und Hotel „ Stein“.

Danach beginnt der schönste Streckenabschnitt der Wanderung, immer entlang der Ohře (Eger). An dieser Stelle ist die Eger durch einen Stausee Vodní nádrž Skalka (Talsperre Skalka) mit einem Kraftwerk aufgestaut.

Nachdem wir die Ohře (Eger) am Kraftwerk überquert hatten, waren wir bald wieder zurück in der Fußgängerzone von Cheb (Eger).

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Haus in Cheb (Eger) - heute ein Museum - wurde 1634 Wallenstein ermordet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinderwunsch ist in Franzensbad kein Problem - man muss nur die richtigen Stellen berühren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf den Stausee Skalka bei Cheb (Eger)

 


Wanderbericht: (2) Wanderung von Cheb (Eger) nach Marienbad