Wanderung durch Polen auf dem Beskiden-Hauptweg

 

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Wanderung durch die polnischen Beskiden

(5) Durch die Niederen Beskiden von Komańcza bis Wysowa-Zdrój

Im Jahre 2012 unterwegs auf dem  Główny Szlak Beskidzki (Beskiden-Hauptweg)

 

Samstag 18.08. Komańcza / Karlików  Iwonicz-Zdrój   5:15 h

 

Kunstmaler im Wald, Wölfe bitte nicht stören
und Abfahrtsrennen

 

Wir haben die Bieszczady (Waldkarpaten) verlassen und die Beskid Niski (Niederen Beskiden) erreicht.


In den Waldkarpaten kannten die Wanderwege meistens nur 2 Richtungen: Entweder bergauf oder bergab. In den „Niederen Beskiden“ sind die Auf- und Abstiege moderat, meistens wandert man auf der gleichen Höhe. Auch waren die Wege nicht mehr „verschlammt“ und „rutschig“.

Der Wirt fuhr uns am Morgen bis zu dem kleinen Ort Karlików. Nach knapp einem Kilometer erreichten wir erneut die rote Markierung des europäischen Fernwanderwegs E8.

 

Kurz vor dem Gipfel des 776 m hohen Tokarnia trafen wir auf 2 junge Wegewarte, die dabei waren, die Markierung des E8-Weges zu erneuern. Dabei bedienten sie sich einer Schablone, zuerst wurde der obere und anschließend der untere weiße Strich angebracht, der Zwischenraum wurde dann rot ausgemalt.

 

Wir hatten ein Bilderbuchwanderwetter. Etwa 23 ° Grad (zur gleichen Zeit zeigte das Thermometer in Heidelberg rekordverdächtige 35 ° Grad).
Ungefähr  2 Stunden verläuft der Weg durch offenes Gelände, die restliche Zeit durch Buchenwald. Das hatte leider den Nachteil, dass nur an wenigen Stellen Aussicht in die Täler bestand. Ein Hinweisschild informierte uns im Wald, dass in diesem Gebiet Wölfe, Luchse und Hirsche anzutreffen sind.

Auf Sichtweite des Weilers
Puławy Górne sahen wir zum ersten Mal auf unserer diesjährigen Wanderung Kühe auf der Weide.

Am Sessellift von Puławy Górne beobachteten wir eine Gruppe von Jugendlichen, die mit ihren BMX-Rädern nach oben fuhren und anschließend in halsbrecherischer Geschwindigkeit den Schiabfahrtshang hinunterrasten. Die meisten trugen Helme mit einer Filmkamera. So können sie nachträglich zu Hause am PC bzw. Fernseher die Abfahrt noch einmal nacherleben.
Im Weiler Puławy Górne bestand keine Übernachtungsmöglichkeit. Wir mussten uns deshalb  in den Kurort Iwonicz-Zdrój
fahren lassen.

 

Unterkünfte und  Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von dieser Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

 

 

Wanderweg in den Niederen Beskiden (Beskid Niski)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Wegewarte erneuern die rote Markierung des europäischen Fernwanderweges E 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dieser Etappe verläuft der Wanderweg oft durch offenes Gelände

Sonntag 19.08. Iwonicz-Zdrój   →  Rymanów (Rynek)   3  ½ h

 

Ölförderung, Folklore-Festival
und ein Schluck von der Klaudia-Quelle

 

Polen ist bekannt für seine zahlreichen Kurorte. Heute wollten wir uns nicht nur unseren Übernachtungsort Iwonicz-Zdrój ansehen, sondern auch den ca. 8 km entfernten Kurort Rymanów Zdrój.
Nach dem moderaten Aufstieg auf dem Fernwanderweg E8 trafen wir für uns vollkommen überraschend auf eine Erdölförderanlage. Nach dem einer Schulglocke ähnlichen Warnzeichen, setzte sich die Pumpe hämmernd in Bewegung.

Auf dem weiteren Weg mussten wir zum ersten Mal durch ein Flussbett wandern (Zum Glück, war der Wasserstand niedrig). Kurz vor dem Kurort 
Rymanów Zdrój machten wir Rast auf einer schönen Waldbühne, unmittelbar neben dem Sanatorium Stomi.
Von hier aus hörten wir schon  den Gottesdienst und wieder stand eine Traube von Menschen – vor allem Männer und Mütter mit ihren Kindern - vor der
vollen Kirche.
Vorbei an der Kirche  gingen wir über eine Brücke und standen mitten im Kurpark von 
Rymanów Zdrój. Durch den Kurpark flanierten sehr viele Besucher und Kurgäste. Wir gönnten uns an der Trinkhalle einen Schluck von der „Klaudia-Quelle”. Der Leidensdruck muss erheblich sein, um das salzige Heilwasser trinken zu können.
Ältere Häuser sind in dem Kurort  nicht anzutreffen, wurde doch durch die schweren kriegerischen Auseinandersetzungen im Zuge der „
Karpaten-Dukla-Operation“ im Herbst 1944 vieles zerstört.
Weiter gingen wir entlang der Hauptstraße 4 km zum Rynek des Orts
Rymanów, um mit dem Bus nach Iwonicz-Zdrój zurück zu fahren.

I Iwonicz-Zdrój fand an diesem Tag ein Folkore-Festival statt.
Eine große Anzahl von Menschen war an diesem sonnigen Sonntag unterwegs. Auf einer Bühne wurden ungarische Tänze und Musik dargeboten.
Restaurants, Andenkenläden und auch die Trinkhalle waren gut besucht. Nachdem wir bereits das Heilwasser des benachbarten
Rymanów Zdrój probiert hatten, beschränkten wir uns auf das Fotografieren der Altstadt und der Jugendstil-Trinkhalle.

 

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

 

Erdölförderanlage zwischen  Iwonicz Zdrój und Rymanów Zdrój

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurpark mit "Seebühne" in
Rymanów Zdrój
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendstil-Trinkhalle in Iwonicz Zdrój

Montag   20.08.  Chyrowa (Weiler bei Dukla)   →  Krempna   7 ½ h

 

Fernsicht, Jüdischer Friedhof und Unterkunft ohne Getränke

 

Petrus war uns heute (zu) hold, wurden doch Temperaturen von 30° Grad gemeldet.
 

Beim Ort Dukla biegt der europäische Fernwanderwerg E8, dem wir seit Wołosate an der ukrainisch-polnischen Grenze gefolgt sind, südlich zur slowakischen Grenze ab. Wir blieben weiter auf dem  Główny Szlak Beskidzki (Beskiden-Hauptweg), der ab Dukla mit dem europäischen Fernwanderweg E3 identisch ist.

 

Begonnen hatten wir unsere Wanderung in dem nur aus wenigen Häusern bestehenden Weiler Chyrowa, der nur wenige Kilometer von Dukla entfernt liegt.
Im Gänsemar
sch stiegen wir auf die Höhe von 600 m. Beim Aufstieg überholte uns eine ältere Wanderin mit sehr schwerem Gepäck.
Rund um den unbewaldeten Gipfel des Berges Łysa Góra hatten wir Blick auf die Dörfer, Weiden und in der Ferne auf die slowakischen Berge. Bis zu den Sendeanlagen auf dem Berg Grzywacka Góra verläuft der E3 ziemlich eben, nur kleine Auf- und Abstiege sind zu bewältigen.

Außer dem Sendemast, der auch bestiegen werden konnte, stand nur wenige Schritte entfernt eine Kapelle, die von außen einer Rostlaube glich.
Nach weiteren 45 Minuten hatten wir den Ort 
Kąty erreicht, der zum Glück 2 Tante-Emma-Läden (Sklep) hatte. Wir gönnten uns bei der Wärme einige erfrischende Getränke.
Anschließend ging es
, teilweise sehr steil, zunächst durch Wald und dann wieder durch Feld. Die Kartoffelernte war Ende August in vollem Gange.
Auf dem Gipfelpfad kam uns eine große Jugendgruppe entgegen, alle trugen Namensschilder.

Nur wenige Schritte vom Pass Przełęcz Hałbowska (Halbow-Pass) trafen wir auf einen jüdischen Friedhof. Im Juli 1942 wurden 1.250 Juden aus Nowy Żmigród  an diese Stelle transportiert und von NS-Schergen erschossen. Gedenksteine auf dem Friedhof erinnern an das Massengrab.

 

Eine unangenehme Überraschung erlebten wir, als wir in unserer Unterkunft in Krempna weder Mineralwasser noch irgendein anderes Getränk  kaufen konnten. Das nächste Lebensmittelgeschäft war 2 km entfernt.

 

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

 

Gute Weitsicht am Berg Łysa Góra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapelle am Grzywacka Góra (oberhalb vom Ort Kąty)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jüdischer Friedhof am Przełęcz Hałbowska
(Halbow-Pass)

Dienstag  21.08.  Krempna    Banica   6 ½ h

 

„Amazing heroes“, Übernachtung im Museum
und warmer Pflaumensaft

 

Wir starteten unsere Wanderung am Przełęcz Hałbowska (Halbow Pass).
Es war uns bekannt, dass heute auf der Wanderung durch den Magura Nationalpark vor, links, rechts und hinter uns nur Wald sein würde.


Am Wanderweg sieht man immer wieder zeltartige Holzhütten, in denen 2 Personen auf den Bänken nächtigen können. Eine große Wandergruppe – wahrscheinlich Studenten – kam uns mit schwerem Gepäck entgegen.
Unterhalb des Berges
Magurą Wątkowską (829 m) war eine Gedenkstätte zur Erinnerung an Karol Wojtyła, den späteren Papst Jan Paweł II.
Der Abstieg zur PTTK-Schronisko Bacówka w Bartnem gestaltete sich schwierig, zunächst war der Wanderweg sehr steinig und dann stark verschlammt.

 

In der Berghütte trafen wir auf die Mitwanderin, die uns am gestrigen Tag beim Aufstieg überholt hatte. Sie erzählte uns, dass sie in St. Petersburg (Russland) lebe und jedes Jahr in Polen wandern würde. In jungen Jahren war sie Bergsteigerin (das erklärt ihren schnellen Schritt …). Sie kennt Deutschland sehr gut, da ihre verheiratete Tochter in Neuss lebe.
Sie nannte uns „
amazing heroes – speaking such an awful language. Wir hatten ihr, was das Wort „heroes“ anbelangt, nicht widersprochen …

 

1 km hinter der Berghütte mussten wir den rot markierten E3-Fernwanderweg verlassen und - um zu unserer Unterkunft zu gelangen – dem blau markierten Wanderweg folgen.

Oberhalb der heutigen Unterkunft befindet sich ein Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg. Russische und auch österreichische/ungarische „Krieger“ sind hier gemeinsam bestattet.
Der Angriff der russischen Armee wurde hier im früheren Galizien gleich zu Beginn des Krieges zurückgeschlagen. Dabei fanden sowohl 60.000 russische als auch 60.000 k.u.k. -Soldaten den Tod.

 

Zu unserer Überraschung war unsere heutige Unterkunft sehr außergewöhnlich:

Das untere Stockwerk ist aus naturbelassenem, die beiden darüber liegenden sind aus massivem Holz erbaut.
In allen Räumen standen Gegenstände, die in jedem Museum
Beachtung finden würden. Trotzdem fanden wir ein modern ausgestattetes Badezimmer vor.
Zum Abendessen servierte der Wirt uns warmen Pflaumensaft mit Fruchteinlagen in einer Karaffe. Als Vorspeise gab es Źurek (Sauermehlsuppe), als Hauptgericht Piroggen, die entweder mit Käse oder mit Hackfleisch gefüllt waren. Dazu wurden uns mit Kraut gefüllte Paprikaschoten serviert.
Als „Wermutstropfen“ mussten wir registrieren, dass es in der Unterkunft erneut keine alkoholischen Getränke gab und auch die Matratzen so dünn waren, dass wir jede Feder einzeln spürten.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

 

 

 

Gedenkstätte am Magurą Wątkowską zur Erinnerung an den Wanderer Karol Wojtyła, dem späteren Papst Jan Paweł II.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg oberhalb unserer Unterkunft in Krzywa-Banica

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterkunft Gosciniec Banica in Krzywa-Banica

Mittwoch 22.08. Banica      Regietów Niżny   5:15 h

 

Naschen verboten, Friedhof für Freund und Feind
und Gewitter ohne Folgen

 

Das Frühstück war ein „Highlight“:
Es gab überbackene Birne mit Käse und Speck, selbstgemachten Mozzarella-Käse, Honig vom eigenen Bienenstock, Schafskäse.

2 Hunde und 3 Katzen umlagerten mit Kennerblick den Frühstückstisch.

Fasziniert waren wir vom Rundgang ums Haus: 3 Pferde standen direkt am Haus, ein Pferd wurde wegen Naschens an den Blumen in den Stall gebracht.

 

Auf dem Weg zum europäischen Fernwanderweg E3 kamen wir vorbei an einem Kriegerdenkmal, einer Gedenkstätte für einen am 28. August 1944 von der deutschen Flak abgeschossenen viermotorigen Halifax-Bomber. Die 7 polnischen Besatzungsmitglieder wurden an dieser Stelle begraben.
 

Die griechisch-katholische Kirche St. Cosma und Damian in Krzywa wurde nach altrussischem Muster 1924 erbaut. Sie war leider eingerüstet und konnte nicht besucht werden.

In Zdynia (Ług) hatten wir großes Glück:
Felix konnte die Inhaberin des kleinen „Sklep“ gerade noch vor dem Schließen ihres Ladens abhalten. So konnten wir uns mit Bananen  und Getränken für den Aufstieg zum Rotunda eindecken.

 

Über eine große Wiese ging es aufwärts. Anschließend durch einen Wald zum 776 m hohen Berg „Rotunda“. Die Waldwege waren durch schwere Fahrzeuge aufgewühlt. In den meisten Furchen hatten sich Pfützen gebildet, die jetzt voller Kleinlebewesen waren. Wir mussten viele dieser Stellen umgehen.
Am Gipfel wurde noch während des 1. Weltkriegs ein Friedhof für russische und k.u.k-Gefallene errichtet. Beim Zurückschlagen des russischen Angriffs im Jahre 1914 durch die österreichisch-ungarische Armee fielen auf beiden Seiten 60.000 Soldaten. Auf Veranlassung der österreichischen Behörden wurden bereits 1915 die Gefallenen auf 400 Friedhöfen beerdigt.
Ob Österreicher, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Polen, Russen, Juden, Orthodoxe, Protestanten, Katholiken, Verbündete oder Feinde - sie wurden alle gemeinsam begraben.
Auf dem Soldatenfriedhof „Cementarz Nr. 51“,  liegen 12 Russen und 42 gefallene
Österreicher (4 Massengräber, 20 Einzelgräber). Umgeben ist der Friedhof mit einer Steinmauer. Von den ursprünglich 5 Türmen zeigen sich nur 2 nach ihrer Renovierung in gutem Zustand.
Mehr Info:  http://www.beskid-niski.pl/index.php?pos=/obiekty&ID=22&catID=112

Unsere Mittagsrast am Friedhof wurde durch Donnergrollen unterbrochen. Ein Gewitter näherte sich rasch. Jetzt hieß es schnell absteigen.

 

Bereits nach 25 Minuten erreichten wir im Tal das „Studencka baza namiotowa w regetowie(Studentenzeltlager in Regietów). 8 Zelte standen um eine nach einer Seite offenen Holzhütte, das Lagerfeuer wurde durch die starken Gewitterwinde kräftig entfacht. Eine Frau bot an, dass wir uns in der Holzhütte vor dem Gewitter unterstellen könnten. Sie kochte uns Tee, Kaffee und bot uns dazu Gebäck an.

Donner und Blitz wurden kräftiger und es fing stark an zu regnen. Aber nach 15  Minuten war der Spuk vorbei und die Sonne zeigte sich erneut.

 

Nach 15 Minuten erreichten wir den Weiler Regietów, wo wir unsere Übernachtung in einem Reiterhof vorgebucht hatten. Ein deftiges polnisches Abendessen, Bigos (Sauerkraut) mit Jungschweinerücken und gebratenen Kartoffeln, rundete den Tag ab.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

Ein wirklich außergewöhnlich gutes Frühstück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den abgeschossenen Halifax-Bomber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soldatenfriedhof Nummer 51 am Berg Rotunda
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutz vor dem Gewitter im Studenten-Zeltlager

Donnerstag 23.08.  Regietów Niżny  Wysowa-Zdrój, Fahrt nach Krakau  2 ½  h

 

Mörderischer Anstieg, Ziegenrücken
und „Edelsteine der Musik“

 

Obwohl 300 Pferde gemeinsam mit uns das nächtliche Gewitter erlebten, verbrachten wir eine erstaunlich ruhige  Nacht.

An unserem letzten Wandertag durch die Beskiden auf dem europäischen Fernwanderweg E3  hatten wir zunächst einen sehr „heftigen, mörderischen Anstieg“ zum 847 m hohen Kozie Żebro (Ziegenrücken). Der ungewöhnliche Name ist darauf zurückzuführen, dass ein österreichischer Kartograph hier Skelette von Ziegen gefunden haben soll.

 

Beim Abstieg kamen uns einige „Nordic-Walking-Gruppen“ aus dem Kurort Wysowa-Zdrój entgegen, die sich wunderten, woher zu so früher Stunde die 5 deutschen Wanderer kamen.

 

Wysowa-Zdrój hat keinen Ortskern, die einzelnen Kurheime liegen sehr verstreut. Wir mussten deshalb Einheimische fragen, wo das Zentrum mit der Bushaltstelle war.

An einer Straßenkreuzung sahen wir die orthodoxe Kirche Św. Michała  von 1779, die leider geschlossen war. Erst später erfuhren wir, dass der Kirchenschlüssel in einem Andenkenladen für Ikonen zu bekommen war.

 

Bei der Fahrt nach Kraków (Krakau) fielen uns die vielen Neubauten auf: „Polen ist weiter im Aufwind”. Bauern auf den Feldern waren gerade bei der Kartoffelernte.

Aufgrund der vielen  Staus auf der Landstraße 75 erreichten wir Krakau mit 30-minütiger Verspätung.

Beim Abendessen unterhielten uns die „Edelsteine der Musik” im Restaurant „Jarema” am Plac Jana Matejki. Gespielt von einem Geiger und einem Pianisten wurden ältere amerikanische Lieder und französische Chansons vorgetragen. Die Kellnerinnen trugen traditionelle Kostüme.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte mit Wanderweg

 

Der Kozie Żebro (Ziegenrücken) ist erreicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche
Św. Michała in
Wysowa-Zdrój

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kościól Mariacki
( Marienkirche)
mit ihren beiden ungleichen Türmen (81 m und 69 m) ist das Wahrzeichen der Stadt Krakau

 

 

Freitag 24.08.2012  Besichtigung von Kraków (Krakau)

 

Am Ende die beste Ente von Krakau?

 

Auch in Krakau kann es recht heiß werden. Die Hitzewelle aus Südeuropa und Deutschland hatte uns erreicht.

Um 9:00 Uhr begrüßte uns Frau Grażyna Urbanek-Warmińska  zur Stadtführung.

Zunächst führte sie uns über den Rynek (Marktplatz), dann durch verschiedene Universitätsgebäude zum Wawel. Nach Aussage unserer Stadtführerin hat Krakau seit 1364 die älteste Universität  in Europa nach Prag, während die Heidelberger Universität Ruperto Carola erst 1386 gegründet wurde.

 

Auf dem Wawel, der ehemaligen Residenz der polnischen Könige, schlängelten wir uns durch Touristenmassen, die an Kassen für Eintrittskarten anstanden oder im Burghof ihrer Führerin zuhörten.

Als wir im Burghof auf die Wisła (Weichsel)  blickten, beschlossen wir spontan am Nachmittag eine Fahrt auf der Weichsel zu unternehmen.

Mit einem 6-Sitzer-Elektromobil fuhren wir zur Anlegestelle direkt unterhalb des Wawel-Schlosses. Die Schifffahrt dauert ca. 1 Stunde und ging vom Wawel aus in beide Richtungen.
Bei der großen Hitze hätten wir nichts Besseres unternehmen können.

 

Auf Empfehlung unserer Stadtführerin gingen wir am Abend ins Gasthaus „Kogel-Mogel“. Der Name bezieht sich auf eine Süßspeise aus der sozialistischen Zeit, die aus aufgeschlagenem Eigelb und Zucker besteht. Die auf der Speisekarte angebotene Ente erwies sich leider als „Lame Duck“. Sie war „tot“ gebraten.

 

Als Vorfreunde auf unsere nächste Wanderung durch die Beskiden Polens gingen wir noch einmal ca. 600 m um den Rynek, den „größten und schönsten Marktplatz Europas“.
Nachdem wir Musiker und die „Fire- und Breakdancer“ auf dem Rynek bewundert und uns durch die Anmacher und Betrunkenen einen Weg zum Hotel gebahnt hatten, legten wir die Ohrenstöpsel an und verabschiedeten uns vom Krakauer Nachtleben.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir um 8:00 Uhr in 19 Minuten vom Gleis 1 zum Flughafen Krakau-Balice.

 

 

Auch die Sommer-Wanderung 2012 durch die Waldkarpaten und Beskiden war wieder hervorragend organisiert und für uns alle ein unvergessliches Erlebnis.

Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr in der polnischen Hohen Tatra.

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

 

 

Altes Universitätsgebäude von Krakau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrt mit dem Elektromobil zur Anlegestelle unterhalb des Wawel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Breakdancer auf dem Rynek von Krakau

 

 

Wanderbericht: Durch die polnischen Waldkarpaten

 

Wanderbericht: Durch die Niederen Beskiden Teil  I

 

Fortsetzung Wanderbericht: Durch die Sandezer Beskiden