
Krivánska Malá Fatra (Nördliche Mala Fatra), Slowakei

Im Jahre 2008 unterwegs auf den europäischen Fernwanderwegen E3 und E8
aufgezeichnet von Felix und Dirk
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Dienstag 12.08. Heidelberg → Svidník (Swidnik) Reise zu der östlichen EU-Außengrenze
Kaum größer als
Niedersachsen ist die Slowakei und besonders der Osten des Landes ist
weitgehend unbekannt. Aber auch diese gebirgige Region hat mit seinen
historischen Städten und abwechslungsreichen Landschaften einiges zu
bieten. Auch uns, die Wandergruppe Meluhn, Dirk, Harald, Klaus, Wolfgang
und mich, führte die Fortsetzung des „Eisenach-Budapester“-Fernwanderwegs
(EB) zu diesem abgelegenen Reiseziel. Treffpunkt für unsere diesjährige Tour war, wie immer, der Heidelberger Hauptbahnhof.
Erwartungsfroh fuhren
wir von dort aus um 6.00 Uhr mit einem Kleinbus zum Frankfurter Flughafen.
Bei Bilderbuchwetter mit herrlicher Aussicht flogen wir dann um 08:45 Uhr
nach Wien, wo wir vorzeitig bereits um 10:10 Uhr landeten. Zügig weiter
ging es dann wieder mit einem Kleinbus ins 65 km entfernte Bratislava. |
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Zugschild für
den
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Mittwoch 13.08. Dukliansky priesmyk → Svidník (Swidnik) Ein Heldenweg, Kriegsdenkmäler und T 34-PanzerBis
zu 27 ° C wurde es heute warm. Da jedoch immer wieder größere Waldstücke
durchquert werden mussten, spürte man die Hitze nicht zu sehr. Hinzu kam,
dass es eigentlich immer leicht abwärts oder eben durch das Gelände ging.
Allerdings führte uns der Wanderweg mehrfach auch längere Teerstraßen
entlang. „Zum Einlaufen“, wie wir einstimmig feststellten, war die Strecke
jedoch ideal.
Ausgangspunkt zu unserer heutigen sechsstündigen Wanderung war der
Svidníker Busbahnhof. Der Bus zum 21 km entfernten
Dukliansky
priesmyk (Dukla-Pass)
war voll besetzt.
Sonst
begegneten uns während der gesamten Sommertour 2008 keine weiteren
Wanderer. Übernachtet wurde wiederum im Hotel „Rubin“.
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Im Krieg wurde
Campbell´s Suppendose
Grenzübergang zwischen Polen und der Slowakei am Dukla-Pass
Denkmal der
tschechoslowakischen Armee am Dukla-Pass.
T 34-Panzer in der Landschaft bei Kapišová markieren den Frontverlauf
Kletterkünstler am Militärdenkmal Dukla bei Svidník (Swidnik) |
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Donnerstag 14.08. Svidník (Swidnik) → Andrejová
Schlammwege, Blutsauger und ein böser Sturz
Die Wetterfrösche hatten Recht behalten. Bei leichtem Nieselregen
marschierten wir kurz nach acht Uhr durch die noch etwas verschlafene
Fußgängerzone von Svidník. 15 Minuten später war der
Auf einem schräg abwärts führenden Weg im dichten Buchenwald änderte sich
kurz danach unsere gute Laune. Eine starke Regenfront mit Sturm war im
Anmarsch.
Erst nach ungefähr
10 Minuten gelangten wir über einen sehr matschigen Feldweg auf eine
Teerstraße. Auch die Blutsauger waren urplötzlich verschwunden und der
Regen hörte auch auf. Im nahen Ort Kurimka hofften wir, noch etwas
Warmes zu essen zu bekommen. Von 12.00 – 14.00 Uhr war aber die kleine
Gaststätte mit dem Lebensmittelladen geschlossen. So trotteten wir im
Gänsemarsch mit gedämpfter Stimmung wiederum durch nasses verschlammtes
Gras, nasse Büsche und unter tropfenden Bäumen steil zum 520 m hohen
Kohútov empor. Leider gab es während des Aufstiegs auch wieder
Bremsen und Stechmücken, die uns wiederum einige Stiche versetzten. |
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Durch Blitzschlag beschädigter Aussichtsturm am Čierna hora (Schwarzen Berg)
Mittagspause an der Schutzhütte vom Berg Čierna hora
Schlamm und Pfützen sind oft anzutreffen auf dem europäischen Fernwanderweg E3 und E8 in der Ostslowakei
Am Rathausplatz von Bardejov (Bartfeld) steht die Basilika des Hl. Ägidius |
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Freitag 15.08. Andrejová → Bardejov (Bartfeld)
Fahnenflucht, seltsame Holztransportmittel, Kurnostalgie und Kaiserin Sisi
Glücklicherweise war uns Petrus heute wieder hold. Zwar waren Wiesen, Sträucher und Wanderpfade morgens vom Regen des Vortages noch sehr nass, aber nachmittags lachte sogar die Sonne.
Pünktlich um 8.00 Uhr holten
uns zwei Taxen vom Hotel ab und brachten uns nach
Andrejová
zurück. Gestern endete hier
unsere anstrengende Schlamm- und Blutsaugertour.
Zunächst marschierten wir über
feuchte und ab und zu auch morastige Wiesen aufwärts, bis uns dichtestes
Gebüsch den Weg versperrte. Etwa eine halbe Stunde suchten wir vergebens
den richtigen Weg in das Dickicht. Erst als wir eine längere Strecke
wieder zurückliefen, trafen wir weiter oben versteckt wieder auf das
Wanderzeichen. 15 Minuten danach standen wir vor dem eingezäunten
Funkturm.
Über einen gut begehbaren
Wiesenweg mit schönem Blick ins Tal und hinauf zur Burgruine erreichten
wir dann unten am Bach den Ortseingang von Zborov.
Hinter einer Teerstraße ging es gleich auf einem breiten Forstweg im
Die Vorfahren der heute rund 5 Millionen
Roma, die als Minderheit in den Ländern Ost- und
Mitteleuropas leben, waren in der Vergangenheit seit ihrer Auswanderung
zwischen dem 9. und 14. Jh. aus Indien öfters Diskriminierung und
Verfolgung ausgesetzt. Laut Schätzungen leben heute ca. 500.000 Roma in
der Slowakei. Viele verschweigen aus Angst vor Benachteiligung bei
Volkszählungen ihre Identität. Durch eine höhere Geburtenrate und eine
wesentlich geringere Lebenserwartung unterscheiden sich die Roma von den
Slowaken. Auch der Lebensstandard bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit
(ca. 90 %) liegt bei den Roma weit unter dem Durchschnitt des Landes. Sie
sind vor allem in der Ostslowakei auf geringe staatliche Sozialleistungen
angewiesen. Wer die miserablen Wohn- und Lebensbedingungen in Roma-Siedlungen
sieht, erkennt den dringenden Handlungsbedarf. EU und Weltbank wollen im
Rahmen der so genannten Die Slowakei ist ein sehr waldreiches Land und das Holzgewerbe bietet auch für Roma eine Chance. Holz ist sicher im Winter das am häufigsten genutzte Heizmaterial. Auch an anderen Tagen sahen wir Roma bei der Waldarbeit und einmal sogar beim Holztransport mit einem Traktor. 75 Minuten brauchten wir den lang gezogenen breiten Waldweg hinauf zum 600 m hohen Pod Magurou. Unterwegs zeigten uns begeisterte Pilzsammler, eine Mutter und ihre zwei Kinder, ihr umfangreiches Fundgut. Während einer Rast auf einem umgestürzten Baumstamm entdeckte ich drei Exemplare der seltenen Einbeere
Wir erkundeten eine alte Holzhütte an einem abgelegenen Seitenpfad und
erfrischten uns an frischem Quellwasser. Die Wege wurden immer besser und
wir erreichten das Kurareal von Bardejovské kúpele (Bad Bartfeld).
Liebespärchen schlenderten den Liebespfad um einen kleinen See entlang. In
dem Heilbad gibt es 10 kalte Mineralquellen, die bei Atemwegsbeschwerden,
Sehenswert ist das angrenzende Freilichtmuseum. Die früheren
Lebensbedingungen werden anhand von alten Bauernhäusern und
Wirtschaftsgebäuden dokumentiert. Besonders hübsch sind zwei im 18. Jh.
Über einen schmalen Kurweg aufwärts im Wald verließen wir Bardejovské kúpele in Richtung Bardejov (Bartfeld). Schon nach 15 Minuten erreichten wir eine Anhöhe mit einer wunderbaren Fernsicht auf die mittelalterliche Stadt. Über Felder und Wiesen wanderten wir jetzt nur noch abwärts. Kurz vor den ersten Häusern führte der Weg an Datschen mit kleinen Gärten vorbei. Auf der Terrasse eines kleinen Lokals ließen wir bei dem herrlichen Wetter den Tag noch einmal Revue passieren und abends unternahmen wir noch einen Bummel zum Rathausplatz. 8,5 Stunden waren wir auch heute wieder auf Schusters Rappen unterwegs. |
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Siedlung Zborov
Die hrad Zborov oberhalb der gleichnamigen Siedlung
Roma transportieren Brennholz auf einem zweirädrigen Karren
Stolz zeigen uns Nachwuchs-Pilzsucher ihre Funde.
Denkmal im Kurpark von Bad Bartfeld:
Bemalte Holzkirche im Freilichtmuseum von Bad Bartfeld stand ursprünglich in der Ortschaft Zboj. |
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Samstag 16.08. Stadtbesichtigung Bardejov (Bartfeld) und Bardejovské Kúpele
Mittelalterliches Flair, ein nacktes Hinterteil und eine Freibadüberraschung
Herr Saláta, Kinderarzt und ehemaliger Leiter einer Kinderklinik, holte uns morgens im Hotel zur Stadtführung ab. Bardejov (Bartfeld) ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum von Šariš (Scharosch) und hat heute 33.000 Einwohner. Die Altstadt von Bardejov und das westlich gelegene ehemalige jüdische Viertel sind seit dem Jahr 2000 in der Liste des UNESCO – Weltkulturerbes aufgenommen. Außerdem bildet Bardejov mit den Zipser Städten Stará Ľubovňa (Alt-Lublau), Levoča (Leutschau) und Kežmarok (Käsmark) den Zusammenschluss „Slowakische Königstädte – Renaissance“ als Magnet für Besucher. Trotzdem hält sich die Zahl der Touristen in Bardejov noch sehr in Grenzen.
1320 bekam der Ort die Stadtrechte und 1376 wurde Bardejov freie
Königsstadt. Angeworbene Kolonisten, vor allem zugewanderte Tuchmacher aus
Sachsen, brachten Wohlstand und Ansehen in die Stadt. Handel und Handwerk
blühten und in Bardejov bildete sich eine der landesweit größten Zünfte.
Bedingt durch den Reichtum der Stadt spielten Kultur und Bildung eine
große Rolle. Der Bardejover Leonard Stöckel (1510-1560) kehrte nach einer
Ausbildung in
Košice,
Breslau und Wittenberg als Schüler des Reformators Martin Luther
(1483-1546) und des Theologen Philipp Melanchthon (1497-1560) in seine
Heimatstadt zurück. Als Rektor des Humanistischen Gymnasiums (Humanistická
škola) lockte er mit seinen modernen Unterrichtsmethoden Schüler aus ganz
Ungarn an und die
Schule erhielt einen bedeutenden Ruf. In der Zeit der
Heute leidet Bardejov unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Tausende arbeiten auswärts in Tschechien, Deutschland, Italien und Großbritannien.
Nach diesen
allgemeinen Informationen zeigte uns Herr Saláta das imposante
Befestigungssystem der Stadt. Landesweit zählt es zu den am besten
erhaltenen Schutzmauern, die den gesamten Stadtkern umgeben. Weiter ging
es dann zum Mittelpunkt der Stadt, dem rechteckigen Rathausplatz - einem mittelalterlichen
Juwel. Er ist von schmucken Bürgerhäusern aus dem 14.
bis 16. Jh. gesäumt,
In der
Mitte des Platzes steht das 1509 fertig gestellte und gut erhaltene
historische Rathaus. Das Gebäude der Spätrenaissance war Sitz des
Stadtrats und Zentrum
des kulturellen Lebens. Das Erdgeschoss diente dem Handel. Als Symbol
der Gerechtigkeit blickt die Plastik des Ritters Roland vom Giebel
herunter. Auch andere kleine Statuen zieren das Dach. Eine zeigt einen
Jungen, der sein nacktes Hinterteil genau in die Richtung streckt, wo der
damalige Bürgermeister wohnte. Es soll die Rache eines Baumeisters gewesen
sein, der vom Stadtrat seinen vereinbarten Lohn nicht rechtzeitig erhielt.
Im Sitzungssaal kann man die Wandmalerei „Das jüngste Gericht“ bewundern.
Heute ist in
An der Nordseite des Platzes steht die monumentale katholische Basilika
des hl. Ägidius. Sie ist im 15. Jh. entstanden und dreischiffig. Heute laden rund um den Rathausplatz zahlreiche Restaurants, Kneipen und Geschäfte zum Bummeln und Verweilen ein. Abends treffen sich hier besonders die Jugend und die Schickeria. Es gibt ganzjährig verschiedene Veranstaltungen und Feste. „Ich fühle mich wohl und frisch, und ich hoffe, dass dieses Gefühl jeder Kurgast erlebt.“
Dies schrieb die Kaiserin „Sisi“ 1889 während ihrer Kur, nach dem
Selbstmord ihres Sohnes, in Bardejovské Kúpele (Bad Bartfeld).
Dieses kaiserliche Wohlgefühl wollten auch wir heute erleben. Gleich nach
der Stadtführung fuhren wir mit dem Taxi in das 4 km entfernte Bardejovské
Kúpele, das wir am Vortag schon kennen gelernt hatten. Ziel war das
dortige Freibad, das jetzt am Samstagnachmittag nur spärlich besucht war.
Nachdem wir tatendurstig ins Wasser sprangen, trauten wir unseren Augen
nicht. Selbst an der hintersten Stelle war das 25 m lange Schwimmbecken
nur 1,25 m tief. In diesem Flachwasser hielt sich das Schwimmvergnügen
doch sehr in Grenzen. Schon eine dreiviertel Stunde später zwangen uns und
die anderen Badegäste heftige Regenschauer fluchtartig das Badeareal zu
verlassen. Zurück in Bardejov fanden wir am Rathausplatz ein wegen des schlechten Wetters sehr volles, aber gutes Café. Abends gönnten wir uns im Restaurant „Roland“ ein ausgezeichnetes Vier-Gänge - Menü. Auf dem Rathausplatz war eine Bühne aufgebaut und junge Nachwuchsrockgruppen „heizten den Zuschauern kräftig ein“. Besonders ein Elton-John-Double erhielt für seinen bravourösen Auftritt viel Beifall. So stellte sich jetzt am Abend bei uns doch noch ein „kaiserliches Wohlgefühl“ ein. Als wir sehr spät ins Hotel zurückkamen, wurde dort gerade eine deutsch-slowakische Hochzeit gefeiert, und die slowakische Braut wurde von allen wegen ihrer Schönheit bewundert. |
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Rathausplatz
von Bardejov (Bartfeld);
Historisches Rathaus von Bardejov (Bartfeld)
Ritter Roland schaut von dem Giebel des historischen Rathauses in Bardejov
Seitenaltar in der Basilika Hl. Ägidius von Bardejov (Bartfeld)
Rathausplatz von Bardejov (Bartfeld) am Abend |
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Sonntag 17.08. Bardejov (Bartfeld) → Hradisko
Holzkirchen, Aussichtspanorama und dynamische Wirtsleute
Holzkirchen sind eine der Hauptsehenswürdigkeiten in den waldreichen Karpaten.
Im Nordosten der Slowakei, zwischen dem Fluss Poprad und der ukrainischen
Grenze, gibt es heute noch über 50 dieser sakralen Bauwerke der
Volksarchitektur. 1968 wurden sie zum nationalen Kulturdenkmal und stehen
heute unter Denkmalschutz. Die größte Gruppe bilden die Gotteshäuser nach
östlichem Ritus, entweder griechisch-katholisch oder orthodox. Die
ältesten sind römisch-katholisch, deren Grundriss orientiert sich an der Gotik
orientiert. Mit wenigen
Vor der heutigen
Wanderetappe, die mit einem steilen Kreuzweg eröffnet werden sollte, war
der Kirchgang angesagt,
und so fuhren wir wir
am frühen Sonntagmorgen mit dem Taxi zu der gut
erhaltenen und sehr wertvollen Holzkirche in Hervartov (Herbertsdorf).
Sie wurde um 1500 errichtet und ist in der Slowakei die älteste ihrer Art.
Der römisch-katholische Sakralbau ist dem heiligen Franz von Assisi
geweiht. Wertvolle Wandmalereien aus dem 17. Jh. zieren den Innenraum.
Darstellungen
Über eine Holzleiter stiegen wir auf die Empore hinauf, wo man die Atmosphäre des Kirchenraumes besonders intensiv wahrnimmt. Hervartov liegt am Fuße des Čergov–Gebirges, einem wahren Wanderparadies. Auch wir wollten heute die Naturschönheiten dieser Bergregion erkunden. An Kirchgängern vorbei war der kleine Ort nach der Kirchenbesichtigung rasch durchquert.
1,5 Stunden
marschierten wir dann im dichten Wald einen 14 Stationen
Die neue Innenausstattung der Unterkunft und der Service sind vom Feinsten und ließen nichts zu wünschen übrig. Zum Abendessen gab es Gulasch nach Art des Hauses, ein ausgezeichnetes Mahl. Die jungen Wirtsleute bieten auch Räumlichkeiten für Festlichkeiten aller Art, z.B. Hochzeiten, an. Sie sprechen sehr gut deutsch und wirken sehr dynamisch.
Auf einem alten Fabrikschornstein in der Nähe der Pension entdeckten wir
ein sehr großes Storchennest und die Altvögel waren eifrig beim Klappern,
was ja allgemein als ein Glückszeichen gilt.
In unserer Wandergruppe wird der Klapperstorch jedoch |
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Die älteste slowakische Holzkirche steht in Hervartov und ist dem Hl. Franz von Assisi geweiht.
Diese Wandmalerei von "Adam und Eva" befindet sich im Inneren der Holzkirche von Hervartov
Blick von der Empore in den Innenraum der Holzkirche
Blick vom Aussichtsturm am Sedlo Žobrák
Herzhäuschen kurz vor dem Sedlo Čergov
Penzión BOUDICA in Gregorovce
Wo kriegten wir die Kinder her,
Wilhelm Busch: Bei unserer Wandergruppe schwächelt der Klapperstorch |
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Montag 18.08. Hradisko/Terňa → Veľký Šariš
“Vom Weibchen vernascht” und hohe Braukunst
Frühmorgens fuhr uns das Wirtsehepaar in die ca. acht Kilometer entfernte Ortsmitte von Terňa (375 m). Eine größere Gruppe von Roma war gerade dabei, die Böschungen eines Baches zu säubern. Mit einer Motorsense wurde das hoch gewachsene Gras gemäht und mit Holzrechen für den Abtransport aufgehäufelt. Eine junge Frau, wahrscheinlich von der Gemeindeverwaltung, verteilte an jeden Helfer einen Beleg. Offensichtlich handelte es sich um einen von der Gemeinde angeordneten Arbeitseinsatz. Die zahlreichen Kinder der Gruppe schauten interessiert zu. Wir kauften zunächst einmal in einem kleinen Lebensmittelgeschäft Wanderproviant: Mineralwasser, Äpfel und Bananen, falls angeboten, bilden i. d. R. unseren Rucksackvorrat.
Ein kleiner Teerweg führte uns leicht abwärts am Bach entlang aus dem Dorf
hinaus.
Zwetschgenbäume lockten mit einer Fülle von reifen Früchten.
Auf einer Wiese graste eine große Kuhherde. 86 Tiere zählte ich.
Über einen Kilometer marschierten wir dann über eine Hangwiese
Auf einem breiten Grashalm entdeckte ich eine Gottesanbeterin (Fangschrecke), die gerade eine Heuschrecke gefangen hatte. Sie war ca. 8 cm lang, grau-braun wie ein abgestorbener Halm und damit gut getarnt. Bekannt ist die Gottesanbeterin vor allem dadurch; dass sie nach der Begattung ihren Partner auffrisst („vom Weibchen vernascht“).
Nach dem Sattsehen an dieser reichen Artenvielfalt liefen wir aufwärts im
Wald zum Sedlo Stáže (440 m). Nach einer weiteren Stunde abwärts, immer
noch im Wald, war dann unten im Tal der sich über zwei Kilometer
erstreckende Ort Kanaš (305 m) in Sicht. Zahlreiche kleine und große Hunde
in den Gärten der Häuser begleiteten lautstark unsere Ankunft bzw. unseren
Vorbeimarsch.
Unangenehm
wurde es aber jetzt noch einmal, da nur noch auf einer breiten Teerstraße,
der Hauptstraße, längere Zeit gewandert wurde.
Sie liegt am Zusammenfluss von Torysa und Sekčov. Nach 15 Minuten Fußmarsch quartierten wir uns in der 3-Sterne-Pension „El Dorado“ ein. |
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Naturbelassene Wiese mit unzähligen Bienen, Schmetterlingen Hummeln und einer Gottesanbeterin
Innenstadt von Prešov |
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Dienstag 19.08. Veľký Šariš/Malý Šariš → Prešov (Eperies, auch Preschau)
Während Felix sich seinen Wunsch erfüllte und auf den Gipfel des Kriváň wanderte, waren wir auf dem "Bergwanderweg Eisenach Budapest" unterwegs. Dirk berichtet: Ein Tag mit mehr als einem Problem
Beim Frühstück wussten
wir schon: Heute kann´s keine Probleme geben: Leichte Tour um die Stadt Prešov (Eperies,
seit 1939 auch Preschau)
herum zum Kalvarienberg von Prešov.
Von dort wieder
zurück in die Stadt.
In Malý Šariš
angekommen finden wir sofort das Wanderzeichen, und
Wir wandern
links an den
Zelten vorbei. Nur
wenige Bewohner waren zu sehen.
Zum Glück gibt es rechts neben der Blechwand einen schmalen,
kaum begangenen, aber mit Brennnesseln zugewachsenen Weg.
Der Rest der Tour war sehr schön.
Wir erreichten nach
einer Wanderung durch den Stadtwald von Prešov
eine Quelle mit dem Namen "Kvašná voda". Zunächst konnten wir mit dem
Namen Kvašná nichts anfangen aber nachdem uns Dirk mit dem Quellwasser
versorgt hatte, wussten wir Bescheid: Es handelt sich um eine
Mineralquelle mit sehr saurem Wasser. Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel, die Kostol na Kalváríí (Wallfahrtskirche des Heiligen Kreuzes am Kalvarienberg) südwestlich von Prešov. Nach der Zurückdrängung des Protestantismus wurde in den Jahren 1721 bis 1769 der Gebäudekomplex errichtet. Von einer Plattform aus hatten wir einen schönen Blick auf die unter uns liegende Stadt Prešov. Danach ging es abwärts an den 14 Stationen des Leidensweges Christi vorbei und in wenigen Minuten erreichten wir wieder unser Hotel in Prešov.
Prešov
liegt an dem alten Handelsweg zwischen Ungarn und Polen.
Es gibt in Prešov nur wenige Sehenswürdigkeiten, die sich alle am linsenförmigen Marktplatz befinden. Hervorzuheben ist das älteste Gebäude der Stadt, die St. Nikolaus-Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem 66 m hohen Turm. |
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Eine neue Autobahn quert die europäischen Weitwanderweg E3 und E8
Roma-Lager direkt auf dem europäischen Fernwanderweg E3 und E8
Der europäische Fernwanderweg passiert die Müllhalde der Stadt Prešov
An dem kleinen Ort Cemjata trennen sich die europäischen Fernwanderwege E3 und E8 wieder
Dirk versorgt uns mit frischem Mineral-wasser aus der Quelle Kvašná voda
Wallfahrtskirche des Heiligen Kreuzes am Kalvarienberg von Prešov
Am Markplatz von Prešov (Eperies) steht die gotische St. Nikolaus-Kirche
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