Krivánska Malá Fatra (Nördliche Mala Fatra), Slowakei

Im Jahre 2009 unterwegs auf dem europäischen Fernwanderweg E4 (kék-tura) − aufgezeichnet von Felix
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Donnerstag 21.05. Anreise Heidelberg nach Sárospatak
Holunderplantagen und welches Motiv befindet sich
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Keleti pályaudvar - Vom Ostbahnhof in Budapest fahren die meisten Fernzüge
Große Holunderplantagen
Tanzende Mädchen empfangen den Reisenden auf dem Bahnhofsvorplatz in Sárospatak
Rückseite des 500-Forint Geldscheines: zeigt das Renaissanceschloss Rákóczi |
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Freitag 22.05. Stadtführung Sárospatak, Sátoraljaújhely → Makkoshotyka Eine Hochburg klassischer Bildung, Löwen des ungarischen Freiheitskampfes und die heilige Elisabeth
Kurz nach dem Frühstück holte uns Frau Szabo zur Stadtführung in Sárospatak ab. Die Stadt hat 14.886 Einwohner.
Uns beeindruckte während der Führung vor allem die Bibliothek. Die wertvollen alten Bibelübersetzungen, u. a. von Luther, auf Arabisch, Jüdisch und in Sanskrit fielen besonders auf. An der Decke sind Gemälde von Minerva und Apollon, die Wände sind holzgetäfelt. 2006 konnten 85 % der Buchraritäten, die 1945 von der sowjetischen Armee geraubt wurden, wieder beschafft werden.
Beim weiteren Stadtrundgang gelangten wir vor der Burgkirche zu der
Bronzestatuengruppe der heiligen Elisabeth und ihres Mannes, dem Landgrafen
Ludwig.
Unweit der Bronzeplastik der hl. Elisabeth erreichten |
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Weitere Bilder vom Zemplinger Gebirge
Reformiertes Kollegium - das wichtigste geistige Zentrum des Kalvinismus in Ungarn
In dem Prunksaal der Bibliothek des Reformierten Kollegiums sind 30.000 Bücher ausgestellt.
Die Heilige Elisabeth könnte in
Sárospatak
1207 geboren sein.
Innenhof des Renaissanceschlosses Rákóczi in Sárospatak
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Nach der Niederschlagung des Aufstandes setzten die Habsburger verschiedene Adelsgeschlechter als Schlossherren ein. 1702 wurden die Befestigungsanlagen auf kaiserlichen Befehl geschliffen.
Die
Erinnerungen an die ruhmreiche Zeit der Rákóczi und die
Kuruzenkämpfe
werden Besuchern heute im Burgmuseum (Rákóczi-Museum und ungarisches
Nationalmuseum) anschaulich dargeboten. Im Rahmen unseres Burgbesuches besichtigten wir den Palas, Keller, Lagerräume und Wehranlagen mit Schießscharten. Sehr empfehlenswert ist der Aufstieg auf den Roten Turm. Ein Rundgang dort über die Wehrmauern bietet einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, den Fluss und die umliegenden sanften Konturen der Zempliner Berge. Unweit der Burg lädt auch ein sehr großer Tokajergewölbekeller zur Besichtigung ein. Tokajer wurde zu Zeiten der Rákóczi zum Grundstein des Wohlstandes in Oberungarn. besonders beliebt war er an europäischen Fürsten- und Königshöfen. Tokajer, sagte man, sei der Wein der Könige. Im Haus der Kultur verabschiedeten wir uns von Frau Szabo. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal für die interessante Führung. Sáróspatak ist wirklich einen Besuch wert.
Auch die Fortsetzung des Weges führte im Laubwald entlang mit vielen
Blumen. Damit blieb uns auch das lebhafte Vogelkonzert erhalten. Ein
Hohlweg mit tiefen Rinnen war,
Andere Wanderer begegneten uns keine. Im Schlussteil der Halbtagestour
ging es dann über große Wiesen. Offensichtlich handelte es sich um
Brachland, das nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurde. Als
„Pionierpflanze“ zeigte sich die Heckenrose, die sich hier zahlreich
ausbreitet. Für Singvögel bot dies wiederum einen idealen Lebensraum.
Finken, Meisen und einen Neuntöter bekamen wir zu Gesicht. Auch ein
Sperber lauerte im Rüttelflug auf Beute. In einem kleinen Kiefernwäldchen
hatte wohl erst vor wenigen Tagen ein Waldbrand gewütet. Büsche, Bäume und
der Grasboden waren verkohlt bzw. angebrannt. In
Makkoshotyka
warteten wir dann an der Bushaltestelle auf den Bus zurück nach
Sárospatak. Wolfgang machte von jedem der Buben noch ein Bild mit seiner Digitalkamera und jeder durfte es gleich anschauen.
Bei dem schönen Wetter setzten wir uns später in
Sárospatak
noch in einen Biergarten. Im Garten des Lokals befand sich in einem
Hundezwinger ein großer
Das Abendessen genossen wir später abends wiederum im Lokal Vár gegenüber der beleuchteten Burg. |
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Blick vom Roten Turm auf Sárospatak . Im Hintergrund sieht man das Zempliner Gebirge
Vor Sátoraljaújhely hatten wir im letzten Jahr die Wanderung beendet. Wir wandern nun auf dem Fernwanderwege E4 in Richtung Budapest
Holzdatscha mit Ochsenkopfskelett
Laubwald war übersät mit Blumen
Makkoshotyka:
Gegenüber der Burg am Fluss Bodrog ist das Restaurant Vár, das beste in Sárospatak |
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Samstag 23.05. Makkoshotyka → Regéc
Vogelscheuchen, Kuckucksruf und Palinka (Obstschnaps)
Pünktlich um 8:00 Uhr stand der Taxifahrer vom Vortag vor unserer Pension.
Er fuhr uns wieder etwa 10 km zum europäischen Fernwanderweg E4.
Unterwegs besichtigten wir kurz noch einmal eine große Holunderplantage.
Am Ortsrand von Makkoshotyka fanden wir sofort das blau-weiße "Kék-túra"-
Wanderzeichen.
Das Lachen verging uns jedoch rasch, denn jetzt gleich am Anfang ging es einen Pfad im Buchenwald steil nach oben. Abwechslung brachten zwei Kuckucke, die uns fast eine dreiviertel Stunde mit ihrem „Glücksruf“ unterhielten. Vielleicht war es ein Pärchen und das Weibchen hatte gerade ein eigenes Ei fremden Vogeleltern „untergejubelt“. Der Ruf des Kuckucks soll aber auch Glück bringen und da wir alle Geld bei uns hatten, auch für weiteren Reichtum sorgen.
Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir Cifra kút, eine Quelle
mit einer hölzernen Sitzgruppe. Hier machten wir spontan eine kurze Pause.
Während Klaus, Dirk und ich Mittagsschlaf auf einer sonnigen Wiese
hielten, rasteten Harald und Wolfgang an einer Quelle mit einer
verfallenen Holzschutzhütte. Zweimal
kamen uns heute sogar Wanderer entgegen, was auf den weiteren Etappen
selten der Fall war. Kurz nach 17.00 Uhr war noch ein kleiner felsiger
Abstieg zu meistern und dann hatten wir den kleinen abgelegenen Vor unserer Unterkunft „Veronika Panzió“ genossen wir bei dem schönen Wetter noch ein kühles Bier. Nach dem gemeinsamen Abendessen lud uns der Pensionsinhaber noch zu einer Runde Palinka (Obstschnaps) ein. Da wir jedoch kein Ungarisch sprechen und unsere Gastgeber nur diese Sprache beherrschen, blieb die Kommunikation mit ihnen leider begrenzt. Trotz des nächtlichen Froschgequakes aus den beiden Gartenteichen schliefen wir wie die Murmeltiere. Die Kondition in unserer Truppe stimmte und die erste längere Wanderstrecke wurde problemlos bewältigt. |
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Weitere Bilder vom Zemplinger Gebirge
Unser Wolfgang —
Kuckuckskind © hagir 25/ pixelio
Hinweisschild zum
Naturschutzgebiet im Zempléni - hegység
Veronika Panzió** |
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Sonntag 24.05. Regéc → Boldogkőváralja
Rotes Gold, ein trockenes Bachbett und Burgenromantik
Zwei große Teller mit bunten Paprika, rot, grün und gelb, lachten uns zum
Frühstück an.
Gewürzpaprika (rotes Gold) verleiht der ungarischen Küche ihre
unverwechselbare Geschmacksnote und stellt einen bedeutenden
Wirtschaftsfaktor dar. Im August wird der Paprika geerntet. Nach dem
Pflücken werden die kleinen roten Schoten auf langen Schnüren getrocknet
und dann fein gemahlen. Je nach Schärfe unterscheidet man fünf
Geschmacksrichtungen. Delikatess-Paprika, Edelsüß, Halbsüß, Rosenpaprika,
sowie
Das heutige landestypische Frühstück bestand neben dem Paprika noch aus Tomaten, Käse- und Wurstscheiben, Butter, Marmelade und weißem Brot. Der Kaffee (kávé) ist für deutsche Gaumen gewöhnungsbedürftig. Ich bin deshalb wie schon in der Slowakei zum Teetrinker geworden.
Ein Blick aus dem Fenster zeigte bestes Wanderwetter, sonnig und jetzt am
Morgen schon 19° C. 17 km waren heute zu wandern. Ein lang gezogener 325 m
Aufstieg und dann fast nur noch abwärts (- 562 m). Eile war deshalb nicht
geboten.
Vom unteren Ortsende aus sahen wir vor uns auf einem bewaldeten Berg die
Burg von Regéc (Regéc vára). Zunächst ging es zu ihr über Wiesen aufwärts.
Bald darauf wechselten wir auf einen breiten ungeteerten Fahrweg im
Laubwald, der Zufahrt zur Burg. Wir merkten, dass heute Sonntag war, denn
es waren, für uns ganz ungewohnt, auch
andere Spaziergänger und Wanderer unterwegs.
Oben angelangt, nach ca. zwei
Stunden, den kurzen Weg rechts zur Burg liefen wir nicht, blieben wir
zunächst auf dem Höhenweg, Über den Friedhof erreichten wir dann den Ort Arka. Das Friedhofsgelände befindet sich auf einer abschüssigen Wiese und ist weder umzäunt noch ummauert. Auf vielen Grabsteinen bzw. Holzkreuzen sind Bilder der Verstorbenen zu sehen. Vor einigen Gräbern standen auch Holzschemel zum Sitzen für die Angehörigen. In der Dorfmitte befindet sich ein großes Kriegerdenkmal mit einem Soldaten in Militäruniform. |
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Weitere Bilder vom Zemplinger Gebirge
Zum Frühstück gab es scharfe Früchtchen:
© wrw14/ pixelio
Die Burgruine von
Regéc.
Typisches Dorfhaus
Kriegerdenkmal im Zentrum von Arka |
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Glücklicherweise fuhren fast keine Autos, denn erst nach einem weiteren
dreiviertel Stunde
Schwierig gestaltete sich für uns die Suche nach unserem
Übernachtungshotel, da in diesem Weinort die
Häuser
Bei dem schönen Wetter war es keine Frage, die Burg
Boldogkö vára
aus dem 13. Jh.
noch zu
erklimmen. |
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Weinort Boldogkőváralja im Hernád-Tal
Klatschmohn ─ enthält nicht die Inhaltsstoffe des Schlafmohns. |
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Wie eine Ritterburg aus dem Märchen: die Boldogkö vára
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Mit einem guten Glas Rotwein aus der hiesigen Region Tokaj ließen wir dann abends im Garten vor unseren Holzhütten den Tag gemütlich ausklingen. |
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Blick von der Boldogkö vára auf Boldogkőváralja im Hernád-Tal |
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Montag 25.05. Boldogkőváralja → Forró-Encs im Hernád-Tal
Eile mit Weile, Akazienduft und Mähglück eines Roma
Schon um 07.45 Uhr nahmen wir in aller Eile unser Frühstück ein. Wolfgang drängte zum Aufbruch, eine Zugverbindung um 12.11 Uhr müssten wir unbedingt erreichen. Harald und ich beruhigten ihn. Mit unserem 6-km-Schritt/Stde. sei das doch kein Problem.
Der stramme Wanderschritt brachte uns weiterhin zügig voran und erst am
Rand des Dorfes Gibárt legten wir eine kleine Pause ein. Mit einer
Handpumpe schöpften wir Frischwasser aus einer öffentlichen Wasserstelle.
Bei den herrschenden 28 ° C eine Wohltat.
Keine Viertelstunde später tauchte ich meine Hände in das vertraute Wasser
des Gebirgsflusses Hernád (slowakisch
Hornád),
an dessen Ufern wir bereits im slowakischen Paradies längere Wanderungen
unternommen haben. Hier in Gibárt ist der Fluss im Sommer zwar
flach, aber doch ca. 25 Meter breit. Erinnerungen an Sárospatak wurden jedoch sogleich wach. Fast in jedem Vorgarten der Häuser bellten drohend Wachhunde. Knurrend verfolgten sie uns die Zäune entlang bis zur jeweiligen Grundstücksgrenze. Von Gibárt waren es dann noch fünf Kilometer bis zum Bahnhof in Forró-Encs, wo wir um 11.10 Uhr eintrafen. 16 km hatten wir also in drei Stunden bewältigt (5,3 km/h), und das bei der Hitze. Viel zu früh waren wir angekommen. Wie sich jetzt herausstellte, fuhr der Zug nach Miskolc erst in einer Stunde ab. Für eine Mittagspause war also jetzt nach dem Eilmarsch viel Zeit (Eile mit Weile).
In der Bahnhofsgaststätte von Forró-Encs aßen wir eine Suppe und sahen einem
jungen Roma zu, wie er das hohe Gras draußen am Bahngelände abmähte.
Wahrscheinlich tat er dies |
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Weitere Bilder vom Zemplinger Gebirge
Der weit außerhalb liegende Bahnhof von Boldogkőváralja
Ein alter Bekannter aus der Slowakei: Der Fluss Hernád in Gibárt /Ungarn
Landschaftspfleger
Laszlo
im Glück: |
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